Alabali-Radovan warnt vor Verunsicherung durch Abschiebedebatten über Syrer
Tomislav PaffrathAlabali-Radovan warnt vor Verunsicherung durch Abschiebedebatten über Syrer
Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan kritisiert Debatten über Abschiebungen von Syrern
Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat die anhaltenden Diskussionen über die Abschiebung von Syrien-Geflüchteten scharf kritisiert. Bei der Veranstaltung „Neuer Aufbruch für Syrien“ betonte sie, dass solche Debatten unnötige Verunsicherung bei denen auslösten, die sich bereits in Deutschland ein Leben aufgebaut hätten.
Die Ministerin hob zudem die Leistungen hervor, die Syrerinnen und Syrer beim Wiederaufbau – sowohl in Deutschland als auch im Ausland – erbracht hätten. Alabali-Radovan äußerte sich frustriert über politische Diskussionen, die sich auf Zwangsrückführungen konzentrierten. Sie unterstrich, dass diese Gespräche Instabilität für diejenigen schüfen, die in Deutschland längst angekommen seien. Viele Teilnehmer der Veranstaltung teilten ihre Bedenken und verwiesen auf ihr langjähriges Engagement beim Wiederaufbau von Gemeinschaften.
Die Ministerin ging noch einen Schritt weiter und erklärte, dass Syrer seit Jahren aktiv zum Wiederaufbau ihrer Heimat beitrügen. Sie kündigte Pläne an, die Kompetenzen von in Deutschland lebenden Diaspora-Gruppen künftig enger in Entwicklungsprojekte einzubinden. Mit diesem Ansatz solle ihr Fachwissen in den Bereichen Wiederaufbau und soziale Integration gezielter genutzt werden.
Die Veranstaltung machte deutlich, welche Rolle Syrerinnen und Syrer sowohl in lokalen als auch in internationalen Wiederaufbauprozessen spielen. Alabali-Radovans Vorschläge deuten auf eine stärkere Zusammenarbeit mit Diaspora-Gemeinschaften hin. Nun rückt die Frage in den Fokus, wie diese Pläne in der deutschen Entwicklungspolitik umgesetzt werden.






