05 May 2026, 12:34

Apotheken kämpfen mit steigenden Lohnkosten und drohenden Tarifverhandlungen

Plakat mit der Aufschrift "Verringerung der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Regierung" mit Text und Logo.

Apotheken kämpfen mit steigenden Lohnkosten und drohenden Tarifverhandlungen

Apotheken in Deutschland stehen vor neuer finanzieller Belastung durch steigende Lohnkosten. Der jüngste Tarifabschluss, der im Sommer 2024 vereinbart wurde, sieht eine Erhöhung der Gehälter um 7 Prozent über einen Zeitraum von 2,5 Jahren vor. Doch da der Mindestlohn bis 2027 um 17,6 Prozent steigen soll, zeichnen sich bereits weitere Verhandlungen ab.

Die Gewerkschaft Adexa und der Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) hatten ihren aktuellen Tarifvertrag Mitte 2024 finalisiert. Dieser umfasste eine Gesamtlohnerhöhung von 7 Prozent, verteilt auf zweieinhalb Jahre. Selbst diese Anpassung blieb jedoch hinter dem bevorstehenden Anstieg des Mindestlohns zurück, der bereits um 14 Prozent höher ausfiel.

Zu Beginn des Jahres 2026 mussten die Apotheken eine weitere Lohnerhöhung gemäß den bestehenden Tarifvereinbarungen umsetzen. Im Schnitt stieg daduch die jährliche Belastung pro Apotheke um 9.500 Euro. Die Lage verschärfte sich zusätzlich, als der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 Euro angehoben wurde – was die Kosten pro Standort um weitere rund 700 Euro in die Höhe trieb.

Eine Entlastung für die Branche ist vorerst nicht in Sicht. In Nordrhein-Westfalen läuft die Vereinbarung mit der Tarifgemeinschaft Länder (TGL) am 30. Juni 2026 aus. Bundesweit endet der Adexa-ADA-Tarifvertrag zum Jahresende 2026. Da der Mindestlohn bis zum 1. Januar 2027 auf 14,60 Euro steigen soll, bereitet sich Adexa bereits auf neue Verhandlungen vor.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die anstehende Erhöhung des Mindestlohns wird die Gesamtkosten bis Anfang 2027 auf 14,60 Euro pro Stunde treiben. Die Apotheken, die durch die jüngsten Lohnerhöhungen bereits stark belastet sind, müssen sich nun auf eine weitere Verhandlungsrunde einstellen. Die anstehenden Gespräche werden zeigen, ob weitere Anpassungen notwendig sind, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.

Quelle