19 April 2026, 10:29

Belarussische Nageldesignerin erlebt rassistische Beleidigungen durch russische Kundin

Zwei Frauen in traditioneller russischer Kleidung sitzen auf einer Bank umgeben von Bäumen und Pflanzen, mit Text unten lesend "T. Buchholtz, Petite Russienne".

Belarussische Nageldesignerin erlebt rassistische Beleidigungen durch russische Kundin

Eine Nageldesignerin aus Belarus hat sich zu Wort gemeldet, nachdem eine russische Kundin sie mit einer Reihe von Beleidigungen über ihre Arbeit und ihr Aussehen überzogen hatte. Kristina Vysotskaya, Maniküristin aus Gomel, teilte den Vorfall online und schilderte, wie die Frau aus Rostow am Don sowohl ihre handwerklichen Fähigkeiten als auch ihr Äußeres in scharfen Worten kritisierte. Aus einer einfachen Dienstleistungsbeschwerde entwickelte sich schnell eine eskalierende Auseinandersetzung.

Die Probleme begannen, als die Kundin, die aus Rostow angereist war, von Vysotskaya eine French-Maniküre erhalten hatte. Unzufrieden mit dem Ergebnis drohte sie damit, eine negative Bewertung zu hinterlassen. Doch ihre Kritik ging weit über die Nagelbehandlung hinaus.

Sie teilte Vysotskaya mit, sie habe eine "wunderschöne Meisterin" erwartet, stattdessen aber nur "ein ganz normales Mädchen" vorgefunden. Die Kundin weitete ihre Angriffe anschließend auf alle belarussischen Frauen aus: Diese würden ihr Äußeres vernachlässigen und unangenehm riechen, behauptete sie. Sie ging sogar so weit zu behaupten, belarussische Frauen würden sich niemals Schönheitsbehandlungen wie Filler oder Maniküren gönnen.

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Die Beleidigungen setzten sich auf Instagram fort, wo die Frau eine Story postete, in der sie ihre Vorwürfe gegen belarussische Frauen wiederholte. Zudem kündigte sie an, das, was sie als "Albtraum der belarussischen Beauty-Branche" bezeichnete, ihren Followern zu offenbaren. In privaten Nachrichten nannte sie Vysotskaya "langweilig im Aussehen" und äußerte Mitleid mit belarussischen Männern.

Tage später meldete sich die Kundin erneut – diesmal mit der Aussage, alles sei in Ordnung, und versuchte, einen Termin für eine Pediküre zu vereinbaren. Vysotskaya lehnte den Wunsch ab.

Der Vorfall veranlasste Vysotskaya, ihre Erfahrungen öffentlich zu teilen und dabei besonders auf den plötzlichen Stimmungswandel der Kundin hinzuweisen: von harter Kritik zu einer überraschend freundlichen Haltung. Der Fall wirft ein Schlaglicht darauf, wie Dienstleistungsstreitigkeiten in persönliche Angriffe umschlagen können. Die Drohungen der Kundin, die Beauty-Branche in Belarus bloßzustellen, sind bisher nicht in die Tat umgesetzt worden.

Quelle