Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung vor dem Abgeordnetenhaus
Gordana GnatzBerlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung vor dem Abgeordnetenhaus
Vor dem Berliner Abgeordnetenhaus wird bald ein Platz den Namen der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer tragen. Die Entscheidung fällt zu einem Zeitpunkt, an dem die Stadt sich auf eine offizielle Ehrung für sie vorbereitet. Unterdessen meldete die Polizei mehrere Festnahmen im Zusammenhang mit den Maikundgebungen.
Die offizielle Namensgebungszeremonie findet um 9:00 Uhr im Plenarsaal statt. Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wird eine Würdigung für Friedländer halten, die Ehrenbürgerin Berlins ist. Nach den Ansprachen wird eine neue Namensplatte für den Platz enthüllt.
Das Abgeordnetenhaus beginnt seine Plenarsitzung um 11:00 Uhr – eine Stunde später als üblich. Während der Sitzung werden die Abgeordneten die Feierlichkeiten und Demonstrationen vom 1. Mai besprechen.
Während die meisten Maiveranstaltungen friedlich verliefen, nahm die Berliner Polizei mehrere Dutzend Personen in Gewahrsam. Rund 120 Ermittlungsverfahren wurden wegen des Verdachts auf Straftaten eingeleitet, darunter Verstöße gegen die öffentliche Ordnung, Körperverletzung und Sachbeschädigung. Weitere Fälle betrafen Beleidigungen und sexuelle Belästigung.
Die Umbenennung des Platzes wird ein dauerhaftes Andenken an das Vermächtnis Friedländers schaffen. Die Polizei prüft weiterhin die Vorfälle vom 1. Mai, während die Ermittlungen andauern. Im Parlament wird diskutiert, wie die Stadt mit den Ereignissen des Tages umgegangen ist.






