13 June 2026, 04:25

Berlin führt Mietspiegel ein: Strengere Regeln gegen überhöhte Wohnkosten

Mietregister soll bald beschlossen werden

Berlin führt Mietspiegel ein: Strengere Regeln gegen überhöhte Wohnkosten

Berliner Koalitionsregierung führt Mietspiegel als Teil des Wohnsicherheitsgesetzes ein

Die Berliner Koalitionsregierung plant die Einführung eines Mietspiegels im Rahmen des Wohnsicherheitsgesetzes, um mehr Transparenz auf dem städtischen Wohnungsmarkt zu schaffen. Das neue System soll rund 1,8 Millionen Mietverträge in der Hauptstadt erfassen.

Das Wohnsicherheitsgesetz soll am 2. Juli verabschiedet werden. Kernstück ist der Mietspiegel, der noch vor der Sommerpause eingeführt wird. Die digitale Datenbank wird wesentliche Angaben wie Adresse, Wohnfläche, Zimmerzahl und Kaltmiete dokumentieren.

Nach den neuen Regelungen gelten Mieten als überhöht, wenn sie den örtlichen Richtwert um mehr als 20 Prozent überschreiten. Besonders wucherische Mieten könnten sogar als Straftatbestand gewertet werden. Bei Neuvermietungen darf die Miete den Referenzwert um nicht mehr als 10 Prozent übersteigen.

Die Koalition erhofft sich durch den Mietspiegel eine Eindämmung überteuerter Mieten. Vermieter sollen sich an die Vorgaben halten, während Mieter ohne langwierige Streitigkeiten mit Mietsenkungen rechnen können. Raed Saleh, Fraktionsvorsitzender der SPD, bezeichnete den Schritt als einen „Paradigmenwechsel in der Mietenpolitik“.

Der Mietspiegel könnte zum Vorbild für andere Bundesländer werden. Er soll prüfen, ob Mieten die gesetzlichen Grenzen überschreiten, und für mehr Markttransparenz sorgen. Das Gesetz markiert einen wichtigen Schritt in Berlins Bemühungen, die Wohnkosten zu regulieren.

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