08 April 2026, 00:35

Bielefelds neues Jugendgerichtszentrum setzt auf Prävention statt Strafe

Schwarz-Wei├č-Postkarte der Zentrale Polizeiwache in Memphis, Tennessee, die ein gro├čes Geb├Ąude mit S├Ąulen, Treppen, einer Flagge, Vorgangsstangen und einem bew├Âlktem Himmel zeigt, mit sichtbarem Text.

Bielefelds neues Jugendgerichtszentrum setzt auf Prävention statt Strafe

Bielefeld eröffnet achtes Jugendgerichtszentrum in Nordrhein-Westfalen

In Bielefeld hat das achte Jugendgerichtszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen seine Türen geöffnet. Die neue Einrichtung in der Nähe des Hauptbahnhofs soll jugendliche Straftäter durch eine enge Zusammenarbeit von Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendamt unterstützen. Dieses Modell existiert seit 2009, als das erste Zentrum dieser Art in Köln seinen Betrieb aufnahm.

Den Anfang machte Köln im Jahr 2009, gefolgt von Paderborn 2012. Jedes der Zentren betreut jährlich etwa 50 junge Menschen. Auch das Bielefelder Zentrum wird nach diesem Prinzip arbeiten und ausgewählten Tätern eine intensive Begleitung anbieten.

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Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendhilfe arbeiten dabei unter einem Dach zusammen. Ihr Ziel ist es, jugendlichen Straftätern rechtliche Grenzen zu vermitteln und gleichzeitig individuelle Hilfestellung zu leisten. Die Teilnehmer werden gezielt für die Programme des Zentrums ausgewählt, wobei jedem Fall ein eigener Betreuer zugewiesen wird.

Ein neuntes Jugendgerichtszentrum ist bereits für Duisburg geplant. Obwohl der Ansatz allgemein als erfolgreich gilt, gibt es keine offiziellen Zahlen dazu, wie viele Straftaten dadurch verhindert oder wie viele Jugendliche vor Rückfällen bewahrt werden konnten.

Das Bielefelder Zentrum festigt das Netzwerk der Jugendgerichtszentren in Nordrhein-Westfalen. Durch die Kombination aus rechtlicher Aufsicht und sozialer Unterstützung soll die Jugendkriminalität eingedämmt werden. Das Modell wird weiter ausgebaut – Duisburg steht als nächster Standort fest.

Quelle