19 March 2026, 10:47

Bistum Fulda: Katholikenzahlen sinken – doch Firmungen steigen überraschend

Altes Dokument mit der Überschrift "St. Erasmus Kirche" und einer Kirchenzeichnung im Hintergrund, unterzeichnet von der deutschen Regierung, umgeben von Bäumen und Himmel.

Bistum Fulda: Katholikenzahlen sinken – doch Firmungen steigen überraschend

Das Bistum Fulda hat seine aktuellen Mitgliederzahlen für das Jahr 2025 veröffentlicht. Während die Zahl der Katholiken weiterhin sinkt, zeigen sich in einigen Bereichen Anzeichen von Stabilität. Die Zahl der Firmungen stieg an, doch Taufen, Trauungen und Beerdigungen gingen im Vergleich zum Vorjahr zurück.

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Stand Dezember 2025 zählte das Bistum 317.416 Katholiken – ein Rückgang um 9.417 gegenüber 2024. In den vergangenen fünf Jahren ist die Mitgliederzahl um etwa 8 bis 10 Prozent gesunken, was dem bundesweiten Trend entspricht. Andere Bistümer verzeichneten noch stärkere Verluste: Berlin verlor 15 Prozent, München-Freising 12 Prozent.

Im Jahr 2025 verließen weniger Menschen offiziell die Kirche: Die Austrittszahlen sanken von 5.345 im Vorjahr auf 4.975. Gleichzeitig traten 57 neue Mitglieder bei (2024: 45), und 67 Personen wurden wiederaufgenommen (2024: 74).

Die Teilnahme an Sakramenten zeigte ein gemischtes Bild. Die Firmungen stiegen auf 1.801 – ein Anstieg um 290 gegenüber 2024. Dagegen gingen die Taufen auf 1.481 zurück (2024: 1.658), und die Erstkommunionen sanken von 2.263 auf 2.218. Auch kirchliche Trauungen nahmen ab: 346 Paare heirateten 2025 (Vorjahr: 411). Die Zahl der Beerdigungen verringerte sich von 3.654 auf 3.475.

Der Besuch der wöchentlichen Messfeiern blieb niedrig und sank leicht von 8,9 Prozent im Jahr 2024 auf 8,8 Prozent 2025.

Die Zahlen des Bistums Fulda spiegeln die bundesweiten Entwicklungen wider: Die Mitgliederzahlen und die Sakramentenbeteiligung gehen größtenteils zurück. Die Firmungen bildeten eine Ausnahme und stiegen erstmals seit Jahren. Das Bistum beobachtet diese Veränderungen weiterhin im Kontext des größeren Wandels im katholischen Leben Deutschlands.

Quelle