27 March 2026, 12:40

Bundesweiter Apothekenprotest am 23. März 2026: Warum viele Filialen schließen werden

Eine große Gruppe von Menschen nimmt an einer Black Lives Matter Demonstration in Berlin teil, einige halten Schilder und tragen Kappen und Taschen, vorne ein Fahrrad und im Hintergrund Bäume und ein Mast.

Bundesweiter Apothekenprotest am 23. März 2026: Warum viele Filialen schließen werden

Apothekenbesitzer und Apothekerverbände in ganz Deutschland organisieren am 23. März 2026 einen bundesweiten Protest. Die Aktion richtet sich an die Politik und fordert höhere Gebühren sowie bessere Finanzierung, um die Schließung von Apotheken zu stoppen. Anders als bei einem Streik unterliegt dieser Protest nicht dem Arbeitsrecht – das bedeutet, dass Mitarbeiter auch dann bezahlt werden müssen, wenn ihre Apotheke für den Tag schließt.

Kernforderung ist die Erhöhung der festen Apothekengebühr, die derzeit bei 8,35 Euro liegt, auf 9,50 Euro pro verschreibungspflichtiges Medikament. Die Organisatoren verlangen zudem eine automatische jährliche Anpassung, um steigende Kosten wie Löhne abzufedern. Zu den Protestmaßnahmen gehören Apotheken-Schließungen sowie Kundgebungen in Berlin, München, Hannover und Düsseldorf.

Apothekenteams haben kein Mitspracherecht, ob ihre Arbeitsstätte am Protest teilnimmt – diese Entscheidung liegt allein bei der Geschäftsführung. Falls eine Apotheke schließt, dürfen Mitarbeiter zwar nicht gezwungen werden, an Demonstrationen teilzunehmen, müssen für den Tag aber dennoch entlohnt werden. Arbeitgeber können zwar Aufgaben vergeben, die auch bei geschlossener Apotheke erledigt werden können, dürfen von den Beschäftigten aber keine Nacharbeit für ausgefallene Stunden verlangen.

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Für Patienten bleibt die Versorgung gesichert, da Notdienstapotheken während der Aktion geöffnet haben. Der Protest folgt auf uneingelöste Versprechen von Politikern zu Gebührenerhöhungen und besseren Arbeitsbedingungen.

Die Aktion unterstreicht die finanzielle Belastung der Apotheken und fordert sofortige Änderungen. Werden die Forderungen erfüllt, könnten die Erhöhung der Festgebühr und die jährlichen Anpassungen die Finanzierungsprobleme lindern. Andernfalls warnen die Besitzer vor weiteren Schließungen – ohne staatliches Eingreifen.

Quelle