31 March 2026, 18:34

Bundesweiter Apotheker-Protest: Am 23. März bleibt alles zu – warum?

Drei Männer in weißen Kitteln an einer Apotheken-Theke mit Papieren und Gegenständen in einem schwarz-weißen Setting mit Regalen im Hintergrund.

Bundesweiter Apotheker-Protest: Am 23. März bleibt alles zu – warum?

Apotheker in ganz Deutschland schließen am 23. März im Rahmen eines bundesweiten Protests

Der Apothekerverband Nordrhein (AVNR) hat Kollegen aufgerufen, sich an Kundgebungen in mehreren Städten – darunter Düsseldorf, Berlin, München und Hannover – zu beteiligen. Die Teilnehmenden wollen in weißen Kitteln zusammenkommen und höhere Gebühren sowie bessere Arbeitsbedingungen für die krisegeplagte Branche fordern.

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Der Protest beginnt um 12 Uhr in Düsseldorf, wo sich Apotheker auf dem Burgplatz versammeln. Die Veranstaltung soll bis etwa 13 Uhr dauern. Die Organisatoren haben gesamte Apothekenteams aufgefordert, in ihrer Berufskleidung teilzunehmen, um ihre wichtige Rolle im Gesundheitswesen zu unterstreichen.

Der AVNR setzt sich für eine Erhöhung der festen Abgabegebühr auf 9,50 Euro ein. Gleichzeitig lehnt der Verband Pläne für "Apotheken ohne Labor" oder "ohne Apotheker" ab, da diese das Berufsbild aushöhlen würden. Auf der Kampagnenwebsite Nulltarif stehen Protestmaterialien und Kundeninformationen bereit, um die Apotheken auf die Aktion vorzubereiten.

Branche unter Druck: Rückgang und Insolvenzen nehmen zu

Die deutsche Apothekenlandschaft steht seit Jahren unter wachsendem Druck. Ende 2025 gab es noch 16.601 Apotheken – 440 weniger als im Vorjahr. Die Insolvenzzahlen erreichten 2025 mit 44 Fällen den höchsten Stand seit 2008, weitere 277 Apotheken sind von Schließung bedroht. Besonders betroffen ist Hessen mit einem Anstieg gefährdeter Apotheken um 46,7 Prozent, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (30,8 Prozent), Baden-Württemberg (26,7 Prozent) und Thüringen (22,2 Prozent).

Der AVNR betont, dass man darauf vertraut, dass die Behörden das Protestrecht der Apotheker respektieren. Im Mittelpunkt der Forderungen stehen faire Vergütung und der Schutz des traditionellen Apothekenmodells vor weiterem Verfall.

Protest als Weckruf: Branche fordert dringend politische Lösungen

Am 23. März bleiben die Apotheken geschlossen, während die Beschäftigten auf die Straße gehen. Angesichts steigender Insolvenzen und schrumpfender Apothekenzahlen fordert die Branche dringend finanzielle Unterstützung. Die Ergebnisse dieser Demonstrationen könnten die künftige Politik für Apotheken in ganz Deutschland prägen.

Quelle