01 May 2026, 10:36

Bundesweiter Apotheker-Streik am 23. März: Warum die Löhne jetzt explodieren müssen

Plakat mit der Aufschrift "160 Milliarden Euro Einsparungen für Steuerzahler, seit Medicare niedrigere Arzneimittelpreise aushandeln kann" mit einem Logo.

Bundesweiter Apotheker-Streik am 23. März: Warum die Löhne jetzt explodieren müssen

Apotheker in ganz Deutschland bereiten landesweiten Streik am 23. März vor

Am 23. März wollen Apotheker bundesweit in den Streik treten. Sie werden ihre Apotheken schließen und Kundgebungen abhalten, um höhere Löhne zu fordern. Dr. Christian Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Hagen, hat sich zu einer der prägendsten Stimmen der Proteste entwickelt.

Fehske kritisiert, dass es seit Jahren keine Lohnanpassungen für Apothekenmitarbeiter gebe – was den Fachkräftemangel weiter verschärfe. Als Beispiel für die ungerechten Gehaltsstrukturen führt er an, dass ein Hausmeister bei der AOK Niedersachsen mehr verdiene als eine Pharmazeutisch-technische Assistentin mit 15 Jahren Berufserfahrung in der höchsten Entgeltstufe.

In einem Schreiben an den GKV-Spitzenverband, den Dachverband der gesetzlichen Krankenkassen, fragte Fehske nach den Kosten und Ausgleichsvorschlägen für eine siebenprozentige Lohnerhöhung bei AOK-Mitarbeitern. Der Verband antwortete, man könne keine Einzelanfragen beantworten, da die Pressestelle Medienanfragen priorisieren müsse.

Zudem bat Fehske um die Erlaubnis, ein Foto von Stefanie Stoff-Ahnis, einer bekannten Persönlichkeit, auf Protestplakaten verwenden zu dürfen. Der GKV-Spitzenverband lehnte dies ab und ging nicht auf seine inhaltlichen Fragen ein. Fehske schätzt, dass die Forderung nach höheren Löhnen allein für AOK-Beschäftigte jährlich rund eine Viertelmilliarde Euro kosten würde.

Die Proteste richten sich gezielt gegen die Krankenkassen und deren Tarifverhandlungen. Die Organisatoren betonen, dass sich die Aktion nicht gegen die CDU oder Gesundheitsministerin Nina Warken richte.

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Am 23. März bleiben die Apotheken geschlossen, während sich die Beschäftigten zu zentralen Kundgebungen versammeln. Die Forderung nach besserer Bezahlung bleibt unerfüllt – die Organisatoren verweisen auf anhaltende Lohnungleichheiten und unbeantwortete Fragen. Die Proteste spiegeln die wachsende Verärgerung unter Apothekenmitarbeitern wider, die unter stagnierenden Löhnen und Personalmangel leiden.

Quelle