Deutsche Börse und Commerzbank fördern Frankfurter Blockchain-Start-up für digitale Vermögenswerte
Sofia ReisingDeutsche Börse und Commerzbank fördern Frankfurter Blockchain-Start-up für digitale Vermögenswerte
Deutsche Börse und Commerzbank unterstützen gemeinsam 360x – ein Frankfurter Start-up für digitale Vermögenswerte
Die Deutsche Börse und die Commerzbank haben sich zusammengeschlossen, um 360x zu fördern, ein in Frankfurt ansässiges Unternehmen, das sich auf digitale Vermögenswerte spezialisiert hat. Das neue Unternehmen will den Handel mit Kunst und Immobilien revolutionieren – mithilfe der Blockchain-Technologie. Noch in diesem Jahr soll ein erstes funktionsfähiges Modell an den Start gehen.
360x wurde von Carlo Koelzer gegründet, der zuvor das Devisenhandelsunternehmen 360T aufgebaut hatte. Die Deutsche Börse hatte dieses Unternehmen 2015 für knapp 800 Millionen Dollar übernommen. Koelzer führt 360x nun als CEO und ist zugleich Global Head of FX (Devisenhandel).
Das Start-up plant, Vermögenswerte wie Immobilien und Kunstwerke zu tokenisieren, sodass sie in kleinere, erschwinglichere Anteile aufgeteilt und gehandelt werden können. Durch den Einsatz der Blockchain entstehen offene und liquide Handelsplattformen für Assets, die bisher noch nie auf digitalen Märkten verfügbar waren. Langfristig will das Unternehmen sein Angebot auf weitere Anlageklassen ausweiten.
Sowohl die Deutsche Börse als auch die Commerzbank verfügen über Erfahrung mit Blockchain und Distributed-Ledger-Technologie (DLT). Beide waren bereits an einem Pilotprojekt der Deutschen Bundesbank beteiligt, bei dem die Abwicklung von Blockchain-basierten Wertpapieren über das TARGET2-Zahlungssystem getestet wurde. Theodor Weimer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Börse, bezeichnete 360x als eine "kreative Plattform", um gemeinsam mit Partnern serielle Marktplätze aufzubauen. Ziel des Unternehmens ist es, regulierungskonforme Sekundärmärkte für jedes Partnernetzwerk zu entwickeln.
360x agiert unter dem Motto "Making It Investable – Bridging the Gap Between Asset Classes and Capital Markets" (sinngemäß: "Investierbar machen – die Lücke zwischen Anlageklassen und Kapitalmärkten schließen"). Mit diesem Ansatz könnten hochwertige Vermögenswerte für ein breiteres Anlegerpublikum zugänglich werden. Der Erfolg des Vorhabens hängt davon ab, bis Jahresende ein funktionierendes Modell vorlegen zu können.






