Deutschland verpasst Frist für EU-Lohntransparenz – was jetzt passiert
Sofia ReisingDeutschland verpasst Frist für EU-Lohntransparenz – was jetzt passiert
Deutschland hat die Frist zur Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie verpasst. Die neuen Vorschriften sollten Lohnunterschiede in Unternehmen sichtbarer machen. Ursprünglich war der Stichtag auf den 7. Juni datiert.
Die EU-Richtlinie verlangt von Unternehmen, Gehaltsinformationen offen zu legen, um Ungleichheiten bei der Bezahlung von Beschäftigten aufzuzeigen und abzubauen. Doch das Bundesfamilienministerium konnte den Prozess nicht rechtzeitig abschließen.
Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hatte zwar die notwendigen Vorbereitungen eingeleitet, doch weitere Abstimmungen stehen noch aus. Daher wird das Land das Ziel einer Umsetzung bis Anfang Juni verfehlen.
Durch die Verzögerung müssen Unternehmen länger auf klare Vorgaben warten. Bis dahin gelten die bisherigen Regeln zur Entgelttransparenz unverändert fort.
Jetzt steht Deutschland unter erhöhtem Druck, die gesetzgeberischen Schritte zügig abzuschließen. Die volle Wirkung der Richtlinie entfaltet sich erst, sobald die nationalen Gesetze angepasst sind. Arbeitgeber wie Beschäftigte müssen sich dann an die neuen Bestimmungen anpassen.






