Deutschlands Apotheken kämpfen mit überalterter Belegschaft und drohendem Fachkräftemangel
Gordana GnatzDeutschlands Apotheken kämpfen mit überalterter Belegschaft und drohendem Fachkräftemangel
Deutschlands Apothekenbelegschaft altert schneller als der nationale Durchschnitt
Neue Zahlen zeigen, dass fast ein Drittel der Apothekerinnen und Apotheker mittlerweile 56 Jahre oder älter ist. Dieser Trend wirft Fragen zur künftigen Personalplanung in der Branche auf, da sich viele Beschäftigte dem Renteneintrittsalter nähern.
Das Durchschnittsalter von Apothekerinnen und Apothekern in öffentlichen Apotheken liegt bei 48,4 Jahren. Bei Filialleitungen steigt dieser Wert auf 53,6 Jahre. Damit übertrifft die Branche den gesamtwirtschaftlichen Trend, bei dem nur ein Viertel der Beschäftigten in die Altersgruppe zwischen 55 und 64 Jahren fällt.
Eine detaillierte Aufschlüsselung zeigt: 13,5 Prozent der Apotheker sind zwischen 56 und 60 Jahre alt, während 6,5 Prozent bereits 66 Jahre oder älter sind. Jüngere Fachkräfte sind dagegen unterrepräsentiert – nur 10,7 Prozent sind unter 30, und 12,5 Prozent gehören zur Altersgruppe der 31- bis 35-Jährigen. Die ältere Generation macht mittlerweile 31 Prozent der Apothekenbelegschaft des vergangenen Jahres aus.
Bis 2039 werden voraussichtlich 13,4 Millionen deutsche Arbeitnehmer das gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren überschritten haben. Dieser demografische Wandel könnte zu Personalengpässen in Apotheken führen, sofern nicht mehr junge Menschen in den Beruf einsteigen.
Die Daten verdeutlichen ein wachsendes Ungleichgewicht im Apothekensektor Deutschlands. Da ein großer Teil der Belegschaft kurz vor dem Ruhestand steht, drohen Fachkräftemangel, wenn sich Rekrutierungs- und Bindungsstrategien nicht anpassen. Gleichzeitig spiegeln die Zahlen eine übergeordnete Herausforderung wider: die alternde Belegschaft im gesamten Land.






