21 March 2026, 18:32

Digitaler Euro kommt 2029: EZB startet Tests und baut Infrastruktur auf

Tortendiagramm, das die Marktkapitalisierungen von Kryptowährungen im Jahr 2016 zeigt, mit Abschnitten für Bitcoin, Ethereum, Litecoin und andere Kryptowährungen auf einem weißen Hintergrund.

Digitaler Euro kommt 2029: EZB startet Tests und baut Infrastruktur auf

Europa rückt der Einführung eines digitalen Euro bis 2029 näher. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat mit den technischen Vorbereitungen begonnen; erste Tests sind für 2027 geplant. Schlüsselinstitutionen wie die Bundesbank und die deutsche Bundesregierung drängen auf zügige Fortschritte, um die Abhängigkeit von ausländischen Zahlungsdienstleistern zu verringern.

Der digitale Euro würde neue Zahlungsmöglichkeiten bieten, etwa per Nahfeldkommunikation (NFC), Offline-Transaktionen oder QR-Codes. Er ist als Ergänzung zum Bargeld konzipiert und soll dieses nicht ersetzen, während er gleichzeitig die finanzielle Souveränität Europas stärkt.

Die EZB hat bereits mit dem Aufbau der technischen Infrastruktur für den digitalen Euro begonnen. Eine Testphase ist für 2027 vorgesehen, die vollständige Einführung soll bis 2029 erfolgen. Zu den Funktionen gehören Zahlungen per NFC, Offline-Funktionalität, QR-Code-Transaktionen sowie die Integration in Apps.

Die politische Unterstützung in Europa wächst. Die EU-Kommission und der Rat haben bereits grünes Licht gegeben, während das Europäische Parlament voraussichtlich bis Ende 2026 eine endgültige Entscheidung treffen wird. Deutschlands Finanzminister Lars Klingbeil fordert eine zügige Umsetzung, und die Bundesbank veranstaltete am 19. März 2026 ein Projektforum, um die nächsten Schritte zu besprechen. Auch Piero Cipollone, Mitglied des EZB-Direktoriums, betonte die Notwendigkeit einer einheitlichen europäischen Zahlungslösung.

Burkhard Balz, Vorstandsmitglied der Bundesbank, argumentierte, dass private Unternehmen es versäumt hätten, eine europaweite Alternative zu den von den USA dominierten Zahlungssystemen zu schaffen. Er unterstrich, dass der digitale Euro eine europäische Option biete, ohne das Bargeld abzuschaffen. Die Bundesbank erwartet noch in diesem Jahr eine politische Grundsatzentscheidung zum Projekt.

Unabhängig davon bestätigte Balz, dass Deutschlands Goldreserven trotz ihrer Lagerung in internationalen Finanzzentren wie New York und London sicher seien. Details zu Prüfungen nannte er wegen Vertraulichkeitsvereinbarungen nicht, versicherte aber, dass die Bestände regelmäßig überprüft würden.

Der digitale Euro soll bis 2029 Realität werden – nach Testphasen und politischen Weichenstellungen. Er wird neue Zahlungsmethoden ermöglichen, während Bargeld weiterhin verfügbar bleibt. Das Projekt zielt darauf ab, Europas Abhängigkeit von ausländischen Zahlungsanbietern zu verringern und die finanzielle Widerstandsfähigkeit des Kontinents zu stärken.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle