Elterngeld-Kürzungen drohen: Familienverbände schlagen Alarm wegen Sparplänen der Regierung
Sofia ReisingElterngeld-Kürzungen drohen: Familienverbände schlagen Alarm wegen Sparplänen der Regierung
Elterngeld in Deutschland: Deutliche Kürzungen im Rahmen von Sparplänen der Regierung drohen
Berichten zufolge plant Familienministerin Karin Prien (CDU) im Zuge der Haushaltskonsolidierung Einsparungen in Höhe von rund 350 Millionen Euro bei den Leistungen für Elternzeit. Die angekündigten Kürzungen stoßen bereits jetzt auf scharfe Kritik aus Politik und Familienverbänden.
Auslöser der Debatte waren interne Papiere, die mögliche Streichungen bei den Elterngeldzahlungen erkennen ließen. Die ehemalige Familienministerin Franziska Giffey (SPD) warnte vor solchen Schritten und bezeichnete die Leistungen als unverzichtbar – sowohl für die Unterstützung von Familien als auch für die Stabilität des Arbeitsmarktes. Das aktuelle System ermögliche es Eltern, Beruf und Kinderbetreuung besser zu vereinbaren und berufliche Auszeiten zu verkürzen, so Giffey.
Zudem forderte sie Reformen, um eine gerechtere Aufteilung der Elternzeit zwischen den Partnern zu fördern. Britta Altenkamp, Vorsitzende des Zukunftsforums Familie (ZFF), nannte die geplanten Kürzungen ein „katastrophales Signal“ für Familien. Die Leistung sei entscheidend, um Eltern den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu erleichtern.
Auch Wolfgang Kubicki, designierter Vorsitzender der FDP, äußerte sich kritisch. Seine Stellungnahme fällt in eine Zeit, in der Deutschland die niedrigste Geburtenrate seit 1946 verzeichnet – was der Diskussion zusätzliche Brisanz verleiht.
Die geplanten Einsparungen würden die Unterstützung für Eltern gerade dann schwächen, wenn die Geburtenzahlen historisch niedrig sind. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, könnte dies erhebliche Auswirkungen darauf haben, wie Familien Beruf und Kinderbetreuung organisieren. Die Regierung hat die endgültigen Details des Sparpakets bisher noch nicht bestätigt.






