Ex-Diplomaten fordern demokratische Wende gegen Trumps Außenpolitik
Zwei ehemalige Diplomaten und Berater fordern deutliche Erfolge der Demokraten in den USA, um der Außenpolitik von Präsident Donald Trump entgegenzuwirken. Christoph Heusgen und Philip Murphy argumentieren, dass Trumps Kurs die transatlantischen Beziehungen schwächt und zentrale Bündnisse wie die NATO untergräbt. Ihre Warnungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem sie einen Führungswechsel in den USA fordern, um die Zusammenarbeit mit Europa wiederherzustellen.
Heusgen und Murphy werfen Trump vor, Europa eher als Gegner denn als Partner zu behandeln. Sie verweisen auf seine Skepsis gegenüber der NATO sowie seine Tendenz, den Kongress zu umgehen und gleichzeitig Druck auf die Justiz auszuüben. Diese Handlungen, so ihre Argumentation, untergraben die Gewaltenteilung und belasten die internationalen Beziehungen.
Das Duo kritisiert zudem den unilateralen Kurs der USA und betont, dass beide Seiten am meisten von der Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit profitieren. Sie schlagen eine neue deutsche Strategie für den UN-Sicherheitsrat vor, darunter halbständige Sitze als Mittel zur Stärkung der globalen Governance.
Mit Blick auf die Zukunft zeigen sie sich zuversichtlich, dass die Demokraten bei den Midterm-Wahlen 2022 die Mehrheit im Repräsentantenhaus – und möglicherweise auch im Senat – zurückgewinnen werden. Ein demokratischer Präsident im Jahr 2028, so ihre Überzeugung, würde das transatlantische Bündnis erneuern und fairere Handelsbeziehungen mit der EU anstreben.
Die ehemaligen Berater sehen demokratische Wahlsiege als entscheidend an, um Trumps Politik rückgängig zu machen. Sie argumentieren, dass eine engere Zusammenarbeit zwischen den USA und der EU davon abhängt, das Vertrauen in Institutionen und Bündnisse wiederherzustellen. Ohne diese Wende, warnen sie, könnte der Unilateralismus die globalen Partnerschaften weiter destabilisieren.






