Frankfurt und Offenbach starten Pilotprojekt zur Cannabis-Legalisierung gemeinsam
Tomislav PaffrathFrankfurt und Offenbach starten Pilotprojekt zur Cannabis-Legalisierung gemeinsam
Frankfurt und Offenbach bereiten den Start eines gemeinsamen Pilotprojekts zur Legalisierung von Cannabis vor. Die Städte beabsichtigen, sich als regionale Initiative beim Bundesgesundheitsministerium zu bewerben. Beide Kommunalverwaltungen begrüßen die Pläne der Bundesregierung zur Reform der Cannabispolitik.
Der Schritt folgt einem Beschluss des Offenbacher Stadtrats aus dem Jahr 2021, der gemeinsam mit Frankfurt auf eine Legalisierung drängte. Die Gespräche zwischen den beiden Städten intensivierten sich, nachdem Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach neue Regelungen für Cannabis vorgeschlagen hatte. Trotz noch offener Rechtsfragen und ausstehender Bundesgesetzgebung treiben sie ihre Pläne voran.
Das Frankfurter Referat für Drogenpolitik unternimmt Schritte, um die Öffentlichkeit einzubinden. Es hat eine Umfrage gestartet, um die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger zu Cannabis und dessen geplanter Legalisierung zu sammeln. Die Rückmeldungen sollen helfen, Informations- und Beratungsangebote für die Gemeinschaft zu gestalten. Zudem veranstaltet das Referat vier öffentliche „Frankfurter Cannabis-Dialoge“, um Bedenken aufzugreifen und über den Stand der Dinge zu informieren.
Stadtrat Stefan Majer ist überzeugt, dass Frankfurts Erfahrungen im Jugendschutz und in der Präventionsarbeit als Vorbild für andere Regionen dienen könnten. Offenbachs Oberbürgermeisterin Sabine Groß teilt diese Begeisterung für den Ansatz der Bundesregierung.
Die beiden Städte stimmen ihre Bemühungen ab, um einen gemeinsamen Antrag einzureichen. Ihr Pilotprojekt könnte die Cannabispolitik in Deutschland maßgeblich beeinflussen. Bürgerbeteiligung und Präventionsarbeit bleiben zentrale Elemente ihrer Strategie.






