02 May 2026, 02:28

Frei warnt vor AfD-Erfolgen und kündigt Reformen für Steuerzahler an

Karte von Deutschland, die die Provinzgrenzen von 2002 in rot und 2018 in gelb hervorhebt, mit orangefarbenen Bereichen, die sich überschneiden, auf einem weißen Hintergrund mit Text.

Frei warnt vor AfD-Erfolgen und kündigt Reformen für Steuerzahler an

Thorsten Frei, Kanzleramtsminister von Bundeskanzler Olaf Scholz, hat vor dem wachsenden Zuspruch für die rechtsextreme AfD in aktuellen Umfragen gewarnt. Er bezeichnete den Trend als „alarmierend“ und mahnte die Ampelkoalition, durch überzeugendere Ergebnisse der Extremismusgefahr entgegenzuwirken. Gleichzeitig skizzierte Frei zentrale Reformen und finanzpolitische Pläne, die Steuerzahler entlasten und die öffentlichen Dienstleistungen stabilisieren sollen.

Im Gesundheitsbereich betonte Frei die Dringlichkeit, die geplanten Reformen noch vor der Sommerpause zu verabschieden. Ziel sei es, die Beitragssätze zu stabilisieren und sicherzustellen, dass die Ausgaben den Einnahmen entsprechen – wobei alle Beteiligten in die Pflicht genommen werden müssten. Zudem unterstrich er die Notwendigkeit, die Herausforderungen in der Pflegeversicherung und bei den Renten anzugehen, auch wenn es innerhalb der Koalition unterschiedliche Auffassungen gebe.

Kritik der AfD an den geplanten Neuverschuldungen wies Frei zurück und argumentierte, die nationalen Sicherheitsinteressen rechtfertigten die Mehrausgaben. Der Großteil der zusätzlichen Kredite fließe in die Verteidigung, erklärte er. Eine erneute Aussetzung der Schuldenbremse schloss er jedoch aus und bezeichnete weitere Schulden als „verantwortungslos“ – mit der Warnung, dass dies künftige Handlungsspielräume einschränken würde.

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In der Steuerpolitik kündigte Frei „spürbare Entlastungen“ für Gering- und Mittelverdiener durch Reformen bei der Einkommensteuer an. Zudem verwies er auf laufende Maßnahmen wie die Senkung der Unternehmenssteuern, das Modell der „aktiven Rente“ sowie die Abschaffung des Bürgergelds. Trotz interner Streitpunkte in der Koalition bestehe er darauf, dass Kompromisse über den kleinsten gemeinsamen Nenner hinausgehen müssten.

Frei zeigte sich überzeugt, dass die Union-SPD-Koalition bis zum Ende der Legislaturperiode halten werde. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Regierung sowohl mit dem Erstarken des Rechtsextremismus als auch mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert ist.

Nun liegt der Fokus der Regierung darauf, die Gesundheitsreformen und Steuerentlastungen noch vor der Sommerpause auf den Weg zu bringen. Angesichts der Umfragegewinne der AfD deuten Freis Aussagen auf einen Kurs hin, der durch handfeste politische Erfolge das Vertrauen der Bürger zurückgewinnen soll. Wie es der Koalition gelingt, Reformen mit Haushaltsdisziplin in Einklang zu bringen, wird ihren weiteren Weg prägen.

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