Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Lohn für Gastronomie-Mitarbeiter vor WM-Start
Tomislav PaffrathGewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Lohn für Gastronomie-Mitarbeiter vor WM-Start
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Krefeld-Neuss fordert eine Lohnerhöhung von sechs Prozent für Beschäftigte in der Gastronomie im Rhein-Kreis Neuss. Damit würden Vollzeitköche und Servicekräfte mindestens 164 Euro mehr pro Monat verdienen. Die Forderung kommt kurz vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft – verbunden mit Warnungen vor ausbeuterischen Arbeitsbedingungen.
Die NGG, die Gewerkschaft für Ernährung, Getränke und Gastgewerbe, hat Arbeitgeber aufgefordert, ihre Mitarbeiter während des Turniers nicht auszunutzen. Sie warnt davor, Beschäftigte zu übermäßigen Überstunden während der WM-Schichten zu zwingen. Restaurants müssten zudem bei der Dienstplangestaltung Rücksicht auf Mitarbeiter mit Kinderbetreuungs- oder Pflegeverpflichtungen nehmen.
Die Gewerkschaft besteht darauf, dass jede zusätzliche Arbeitsstunde bezahlt werden muss. Um eine „Überstunden-WM“ zu verhindern, rät sie dazu, für die stoßweisen Belastungen während der Spiele Aushilfskräfte einzustellen. Die Verhandlungen mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) sollen in der Woche nach dem WM-Auftaktmatch beginnen.
Die NGG argumentiert, dass ein motiviertes Team der Schlüssel zum Erfolg in der Gastronomie sei. Ohne faire Behandlung würden sowohl die Beschäftigten als auch die Betriebe leiden, so die Gewerkschaft. Die Lohnforderung gilt für alle Gastgewerbe-Beschäftigten in der Region und zielt darauf ab, bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen in einer besonders belastenden Phase durchzusetzen. Das Ergebnis der Gespräche mit dem DEHOGA wird zeigen, ob die Arbeitgeber diesen Erwartungen gerecht werden.






