Gold und Silber in Europa: Wo Steuern und Kultur den Kauf beeinflussen
Gordana GnatzGold und Silber in Europa: Wo Steuern und Kultur den Kauf beeinflussen
Gold und Silber kaufen in Europa: Steuern und kulturelle Unterschiede
Der Kauf von Gold und Silber in Europa unterliegt unterschiedlichen Steuerregelungen und kulturellen Gepflogenheiten. Während Gold in vielen Ländern von der Mehrwertsteuer befreit ist, variieren die Sätze für Silber je nach Land deutlich. Deutschland sticht dabei mit einem vergleichsweise niedrigen Mehrwertsteuersatz auf Silber und einer besonderen Haltung zu Edelmetallen als "echtes Geld" hervor.
In Deutschland werden Gold sowie bestimmte zugelassene Münzen wie Bargeld behandelt und sind daher mehrwertsteuerfrei. Diese Regelung gilt EU-weit für Anlagegold, das als finanzieller Vermögenswert und nicht als Ware besteuert wird. Silberbarren hingegen genießen diese Ausnahme nicht – hier fallen je nach Land unterschiedliche Mehrwertsteuersätze an.
Deutschland erhebt auf Silber einen Satz von 19 Prozent, einer der niedrigsten in der EU. Die Schweiz, die nicht zur Union gehört, unterbietet dies noch mit 7,7 Prozent. Großbritannien hingegen verlangt 20 Prozent auf Silbereinkäufe. Norwegen, das zwar zum Europäischen Wirtschaftsraum zählt, aber nicht zur EU, bietet bei grenzüberschreitendem Warenverkehr gewisse Flexibilität.
Frankfurt beherbergt einen der besten Goldmünzenhändler Europas, der für seinen exzellenten Service bekannt ist. Dennoch pflegen Deutsche und andere deutschsprachige Käufer im Gegensatz zu manchen anderen Ländern eine diskrete Haltung, wenn es um den Erwerb von Gold geht.
Die unterschiedlichen Mehrwertsteuersätze für Silber schaffen in Europa ein Flickwerk an Kosten. Deutschlands 19 Prozent gehören zu den käuferfreundlichsten, während die Schweiz den niedrigsten Satz des Kontinents bietet. Für Goldkäufer bleibt die Mehrwertsteuerbefreiung hingegen durchgehend bestehen – ein weiterer Beleg dafür, dass Gold primär als Finanzanlage und nicht als Konsumgut betrachtet wird.






