Grüne starten Kampagne: "Frauen stärken, nicht belasten" – mit radikalen Forderungen
Sofia ReisingGrüne starten Kampagne: "Frauen stärken, nicht belasten" – mit radikalen Forderungen
Die Grünen haben eine Kampagne unter dem Motto „Frauen stärken, nicht belasten“ gestartet und fordern damit umfassende Reformen, um die wirtschaftlichen und sozialen Rechte von Frauen zu verbessern. Parteichefin Franziska Brantner führt die Initiative an und kritisiert, dass die aktuellen Regierungspläne durch gezielte Kürzungen dort, wo der Widerstand am geringsten ist, immer mehr Frauen in Teilzeitarbeit und Armut drängen könnten.
Die Grünen verlangen einen flächendeckenden Ausbau der Ganztagesbetreuung für Kinder, finanziert durch Bundesmittel, um die Kommunen zu entlasten. Zuverlässige Kinderbetreuung sei entscheidend für faire Berufschancen von Frauen, argumentiert die Partei. Zudem soll der geplante Abbau von Vorschusszahlungen für Unterhaltsleistungen gestoppt und der Ausbau von Ganztagsschulen beschleunigt werden – Maßnahmen, die besonders Alleinerziehende hart treffen.
Im Gesundheitsbereich schlagen die Grünen einen Solidarfonds vor, der von Beamten, Selbstständigen und Besserverdienern finanziert werden soll. Steuermittel würden nicht versicherungspflichtige Leistungen abdecken, um einkommensschwachen Eltern und unbezahlt Pflegeenden den kostenfreien Zugang zur Krankenversicherung zu sichern. Die Kampagne fordert zudem mehr Therapieplätze und ein Ende der Honorarkürzungen für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten.
Um die Lohnungleichheit zu bekämpfen, pocht die Partei auf verbindliche Lohntransparenz und schärfere Sanktionen bei Diskriminierung. Geplant sind auch Reformen beim Ehegattensplitting sowie eine beitragsfreie Mitversicherung von Familienangehörigen, um finanzielle Hürden für erwerbstätige Frauen abzubauen.
Die Vorschläge der Grünen zielen auf systemischen Wandel – von der Kinderbetreuung über das Gesundheitswesen bis hin zu fairen Löhnen. Würden diese Reformen umgesetzt, ließe sich die finanzielle Belastung von Frauen und Alleinerziehenden deutlich verringern. Die aktuelle Regierungspolitik hingegen riskiert, die Ungleichheit zu vertiefen, indem sie dort spürt, wo der Widerstand am schwächsten ist.






