Grünen-Co-Chef zerpflückt Heizungsreform als "Klimaschutz-Bremse" und fossile Subvention
Sofia ReisingGrünen-Co-Chef zerpflückt Heizungsreform als "Klimaschutz-Bremse" und fossile Subvention
Stefan Banaszak, Co-Vorsitzender der Grünen, hat den Gesetzentwurf der Koalitionsregierung zur Heizungsreform scharf kritisiert. Die Pläne untergraben seiner Ansicht nach die Klimaziele und verlängern die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen um Jahrzehnte.
Banaszak argumentierte, der Entwurf sehe kein Verbot fossiler Energieträger nach 2045 vor – ein schwerer Rückschlag für die Wärmewende in Deutschland. Er warnte, der Plan werde langfristige Chaos in der Infrastruktur schaffen und das Land an neue Importe fossiler Brennstoffe binden.
Laut Banaszak profitierten davon einzig Öl- und Gaskonzerne, da deren Geschäftsmodell weit in die Zukunft verlängert werde. Zudem warf er der Koalition vor, Deutschlands technologische Führungsrolle in der Klimapolitik aufzugeben.
Der Grünen-Co-Chef ging noch weiter: Selbst eine einzige Zustimmungsstimme der SPD zum Gesetz würde die Glaubwürdigkeit der Partei in Klimafragen schwer beschädigen. Die Reformen würden die Umlagen erhöhen und das Erreichen der Klimaneutralität bis 2045 deutlich erschweren.
Trotz gouvernementaler Beteuerungen, die Klimaziele einzuhalten, bezeichnete Banaszak den Entwurf als Gefahr für den Umweltschutz und die Energieunabhängigkeit.
Die Kritik unterstreicht die tiefen Gräben in der Debatte um die Heizungsreform der Ampelkoalition. Banaszaks Äußerungen deuten darauf hin, dass die Grünen die Pläne als Rückschritt betrachten – zugunsten fossiler Interessen und auf Kosten der Klimaziele. Mit dem weiteren Voranschreiten des Gesetzentwurfs dürfte die Diskussion noch an Schärfe gewinnen.






