Halle (Saale) modernisiert Bebauungsplan für den Weinberg Campus bis 2026
Gordana GnatzHalle (Saale) modernisiert Bebauungsplan für den Weinberg Campus bis 2026
Halle (Saale) aktualisiert Bebauungsplan für den Technologiepark Weinberg Campus
Die Stadt Halle (Saale) passt den Bebauungsplan für den Technologiepark Weinberg Campus an, um das Gebiet zu modernisieren und seine Wettbewerbsfähigkeit für Forschung und Wirtschaftswachstum zu stärken. Der Stadtrat wird am 24. Juni 2026 über die Änderungen abstimmen.
Der aktuelle Bebauungsplan stammt aus dem Januar 1998 und entspricht nicht mehr den heutigen rechtlichen Anforderungen an Bauvorhaben, Planung und Emissionsschutz. Die geplanten Anpassungen betreffen zwei Kernbereiche mit einer Gesamtfläche von etwa 26,2 Hektar, die vor allem für Forschung und Verwaltung genutzt werden.
Durch die Neuregelungen können Unternehmen ihre Produktions- und Vertriebsaktivitäten im Zusammenhang mit Forschung ausbauen, ohne standortwechseln zu müssen. Dies schafft Rechtssicherheit für die Skalierung von Betriebsstätten. Ein 2018 eingereichter Antrag für einen 1.900 Quadratmeter großen Einzelhandelsgroßmarkt auf dem Campus war zuvor abgelehnt worden – großflächiger Einzelhandel bleibt weiterhin ausgeschlossen.
Ein fünf Hektar großes Gelände südlich der Blücherstraße, das ursprünglich für eine größere Siedlung vorgesehen war, wird nun umgewidmet und neu vermarktet. Der Lärmschutz wird durch flächenbezogene Emissionskontingente gestärkt, um Unternehmen Planungssicherheit zu bieten und gleichzeitig angrenzende Wohngebiete zu schützen. Zudem werden maximale Bauhöhen eingeführt, um den örtlichen Charakter zu bewahren – eine starre 25-Meter-Grenze ist jedoch nicht vorgesehen.
Laut Stadt belasten die Änderungen den Haushalt nicht. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Baugrundstücken innerhalb des Planungsgebiets decken die Kosten. Ein Umweltbericht stuft die Auswirkungen auf Klima und Luftqualität als vernachlässigbar bis geringfügig ein.
Ziel der Novelle ist es, den Weinberg Campus zu erweitern und zu modernisieren. Die Änderungen bringen klarere Regeln für Unternehmenswachstum, Lärmschutz und Bauhöhen. Die endgültige Entscheidung fällt mit der Abstimmung im Stadtrat im Juni 2026.






