"Helden": Wie ein Jugendkollektiv den Heroismus radikal neu denkt
Tomislav Paffrath"Helden": Wie ein Jugendkollektiv den Heroismus radikal neu denkt
„Helden“ – ein neues Bühnenstück, das den Heroismus neu definiert
Ein neues Theaterstück mit dem Titel „Helden“ stellt die Vorstellung von Heldentum auf der Bühne infrage. Entwickelt von Active Player NK, einem Jugendkollektiv, wirken darin junge Darsteller:innen zwischen 12 und 26 Jahren mit. Die Produktion verbindet Gesang, Tanz und choreografierte Kampfszenen, um ihre Geschichte zu erzählen.
Inszeniert wurde das Stück unter der Regie von Mohammad Eliraqui, der Active Player NK seit 2022 leitet. Seine eigene Schauspielkarriere begann im Heimathafen Neukölln, einem Ort, der seit 2011 kostenlose Workshops für Jugendliche anbietet. Die Plätze werden per Losverfahren vergeben – Vorsprechen sind nicht nötig.
Lujain Mustafa zeichnet für die dynamischen Kampfchoreografien und Tänze verantwortlich, die die Aufführung prägen. Das Ensemble setzt sich zudem mit tiefergehenden Themen auseinander, darunter eine Kapitalismuskritik, die in einem inszenierten Konflikt zwischen den Figuren aufgegriffen wird. Die Produktion hinterfragt das klassische Heldenbild und zeigt Figuren, die anderen helfen, selbst aber Schwierigkeiten haben, um Unterstützung zu bitten.
Das Publikum reagiert begeistert auf die Unbefangenheit der jungen Darsteller:innen, die sich selbstbewusst ausdrücken. Das Stück lässt auch Raum für philosophische Fragen – etwa zu Zeit und dem Jenseits. Die Aufführung wird mit stehenden Ovationen gefeiert. Sie unterstreicht die Kreativität und das Selbstvertrauen des jungen Ensembles und der Crew. „Helden“ führt die Tradition des Heimathafen Neukölln fort, aufstrebende Talente zu fördern.






