01 May 2026, 20:33

Helene Bubrowski wird erste Mitverlegerin der FAZ – ein historischer Wechsel

Schwarze-weisse Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939 mit der Uberschrift 'Weitpreubliche Zeitung', die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Tracht in einer feierlichen Szenerie zeigt.

Helene Bubrowski wird erste Mitverlegerin der FAZ – ein historischer Wechsel

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hat Helene Bubrowski zur neuen Mitverlegerin ernannt – ein historischer Schritt für die Zeitung. Ab dem 1. Januar 2027 wird sie als erste Frau in die oberste redaktionelle Führung der FAZ einziehen. Ihre Berufung spiegelt sowohl eine inhaltliche Neuausrichtung der Zeitung als auch ihr ungewöhnliches Führungsmodell wider.

Bubrowski arbeitet seit 2013 für die FAZ, zunächst als politische Redakteurin und später als Berlin-Korrespondentin. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Rechtspolitik, zudem begleitet sie seit Langem die Grünen – eine Themensetzung, die zum schrittweisen Wandel der FAZ in Richtung einer gemäßigteren, linksliberalen Ausrichtung passt. Diese Entwicklung setzte nach dem Tod des langjährigen Mitverlegers Frank Schirrmacher 2014 ein.

Ihre Karriere ist geprägt von bedeutenden Auszeichnungen, darunter der Theodor-Wolff-Preis 2025 für ihren Essay „Warum den Deutschen ein bisschen mehr Optimismus guttun würde“. Bekannt für ihre scharfsinnigen Analysen und souveräne Auftreten, ist sie eine gefragte Gastgeberin in politischen Talkshows und gilt als eine der prägnantesten Stimmen der Branche – sachlich, aber mit klarer Haltung.

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Die FAZ wird von einem ungewöhnlichen Führungsmodell geprägt: Vier Mitverleger teilen sich die Verantwortung. Bubrowski wird sich Carsten Knop und Jürgen Kaube anschließen, die wie sie zu den Modernisierern des Blattes zählen. Gemeinsam stehen sie für eine neue Generation, die das traditionell konservative Profil der Zeitung neu prägt.

Mit Bubrowskis Aufstieg festigt die FAZ ihren Kurs hin zu einer progressiveren redaktionellen Linie. Als erste Frau in dieser Position bringt sie nicht nur Erfahrung, sondern auch eine frische Perspektive in die Führungsetage ein. Der Wechsel unterstreicht zudem, wie sich die Zeitung unter ihrem kollektiven Führungsmodell weiterentwickelt.

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