10 June 2026, 16:37

Krach attackiert Bundesregierung: "Sparpolitik trifft Berliner besonders hart"

Berliner SPD zweifelt an Reformzeitplan der Bundesregierung

Krach attackiert Bundesregierung: "Sparpolitik trifft Berliner besonders hart"

Steffen Krach, SPD-Vorsitzender und Oberbürgermeisterkandidat in Berlin, hat die Bundesregierung aus Union und Sozialdemokraten scharf kritisiert. Er verwies auf eine düstere Stimmung unter den Wählern, von denen viele ihre Frustration und Ängste angesichts der aktuellen Politik zum Ausdruck bringen wollten.

Krach warf der Regierung vor, im Sozial- und Gesundheitsbereich zu stark auf Sparmaßnahmen zu setzen. Die geplanten Kürzungen würden die Berliner Bevölkerung ungleich treffen – insbesondere durch Änderungen bei Wohngeld, Elterngeld und BAföG.

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Zudem kritisierte er die Kommunikationsstrategie der Bundesregierung: Es fehle eine klare Erklärung, welchen Zweck die Reformen eigentlich verfolgten. Krach zeigte sich pessimistisch, dass vor der Sommerpause noch eine Einigung auf ein Reformpaket gelingen werde. Statt täglich neue Kürzungspläne zu verkünden, forderte er die Verantwortlichen auf, an einem ausgewogenen und gerechten Gesamtkonzept zu arbeiten.

Um die Stimmung in der Bevölkerung besser zu verstehen, lud er Kanzler und Minister ein, mit ihm an einem Infostand in Berlin mit Bürgern ins Gespräch zu kommen. Krach betonte, dass es mehr auf Fairness als auf Tempo ankäme, und warnte davor, unausgereifte Vorschläge überstürzt durchzusetzen.

Seine Äußerungen spiegeln die weitverbreitete Skepsis gegenüber dem Reformkurs der Regierung wider. Mit seinem Appell für einen inklusiveren und transparenteren Prozess will Krach der wachsenden Verunsicherung unter den Wählern begegnen. Die Debatte über Sparmaßnahmen und ihre Folgen für den Sozialstaat bleibt weiterhin umstritten.

Quelle