Länder fordern nationales Reservelager für Stromnetz-Notfälle nach Sabotageangriffen
Sofia ReisingLänder fordern nationales Reservelager für Stromnetz-Notfälle nach Sabotageangriffen
Innenminister der Länder schlagen nationales Lager für Bau- und Reparaturmaterial vor
Die Innenminister der Bundesländer planen die Einrichtung eines Nationalen Reservelagers für Bau- und Instandsetzungsmaterialien. Damit soll die kritische Infrastruktur – insbesondere die Stromnetze – besser vor wachsenden Bedrohungen geschützt werden. Zudem fordern sie beschleunigte Genehmigungsverfahren für Schwertransporte in Notfällen.
Anlass für den Vorstoß ist der Sabotageakt an der Berliner Stromversorgung im Januar. Damals waren zehntausende Haushalte tagelang ohne Strom. Die Behörden wollen ähnliche Störungen künftig verhindern.
In dem Reservelager sollen zentrale Komponenten für die Stromnetze vorgehalten werden, darunter Hochspannungstransformatoren, Schaltanlagen, Spezialkabel und Schutzsysteme. Ziel ist es, Notfallreparaturen zu beschleunigen und Lieferkettenrisiken zu verringern.
Die Länder drängen zudem auf eine bundesweite Regelung, um Genehmigungen für Übergrößen-Transporte im Krisenfall zu vereinfachen. So ließen sich kritische Materialien schneller an ihren Einsatzort bringen.
Das Reservelager soll helfen, Stromnetze und andere lebenswichtige Systeme nach Angriffen oder Störungen zügiger wiederherzustellen. Der Vorschlag kombiniert die Bevorratung essenzieller Materialien mit erleichterten Transportbestimmungen für den Ernstfall – als Reaktion auf die zunehmenden Angriffe auf die deutsche Infrastruktur.






