Lieferketten und Preispolitik: Unternehmen stehen 2026 vor harten Entscheidungen
Tomislav PaffrathLieferketten und Preispolitik: Unternehmen stehen 2026 vor harten Entscheidungen
Der Jahresbeginn 2026 bringt neue Herausforderungen für Unternehmen in den Bereichen Lieferketten und Preispolitik. Mit fast 550 Medikamenten, die in Deutschland bereits als nicht verfügbar gemeldet sind, wird eine sorgfältige Planung nun unverzichtbar. Unternehmen müssen schnell handeln, um Lagerbestände, Verträge und Logistik anzupassen, bevor die Preiserhöhungen greifen.
Der Januar ist ein entscheidender Monat, um saisonale Prioritäten zu setzen und die Versorgung zu sichern. Die Verwaltung muss die Lagerbestände, Preisanpassungen und Jahresverträge überprüfen, während das Jahr in die nächste Phase übergeht. Viele im Dezember abgeschlossene Lieferverträge sehen Auslieferungen im ersten Quartal vor – daher haben die Überprüfung der Lieferpläne und die Lagerkapazitäten höchste Priorität.
Eine enge Abstimmung mit den Außendienstteams hilft dabei, bei möglichen Rationierungen aufgrund von Rohstoffknappheit oder logistischen Verzögerungen bevorzugte Zuteilungen zu sichern. Zudem wird es notwendig sein, noch verfügbare Bestände zu alten Preisen zu identifizieren oder die Verkaufspreise neu zu kalkulieren, um auf die geplanten Preiserhöhungen zu reagieren.
Proaktive Lagerplanung kann die Auswirkungen steigender Kosten abfedern und für reibungslosere Abläufe sorgen. Aktualisierte Preiskonditionen und Rückgaberegelungen der Lieferanten bieten schnelle Orientierung. Darüber hinaus müssen die Bestellungen für die Grippeimpfstoffe der nächsten Saison frühzeitig vorbereitet werden – die Bestellformulare für Arztpraxen sollten bis Ende Januar bereitstehen, um Engpässe im Winter zu vermeiden.
Der Jahreswechsel erfordert Präzision beim Management von Fristen, Lagerbeständen und auslaufenden Verträgen. Unternehmen, die Preise anpassen, Lieferungen überprüfen und die Lagerplanung vorantreiben, sind besser auf Lieferkettenstörungen vorbereitet. Eine frühzeitige Vorbereitung der Grippeimpfstoffbestellungen und saisonaler Nachfragen trägt zudem dazu bei, die Stabilität im Jahr 2026 zu wahren.






