31 March 2026, 20:29

Linke fordert radikale Cannabis-Reform trotz 440 neuer Clubs in Deutschland

Gruppe von Menschen um ein Auto mit einer "Legalise Cannabis Ireland"-Schilder, Papiere sichtbar im Innern, vor Gebäuden unter einem klaren blauen Himmel.

Linke fordert radikale Cannabis-Reform trotz 440 neuer Clubs in Deutschland

Die teilweise Legalisierung von Cannabis in Deutschland, die im Januar 2024 in Kraft trat, hat bis März 2026 zur Gründung von rund 440 lizenzierten Cannabis-Clubs im ganzen Land geführt. Nun drängt die Linke auf umfassendere Reformen und argumentiert, das aktuelle Gesetz gehe nicht weit genug, um öffentliche Gesundheit und regulatorische Gerechtigkeit zu gewährleisten.

Die Teillegalisierung war von der damaligen Ampelkoalition auf den Weg gebracht worden. Seit ihrer Umsetzung haben sich die meisten Cannabis-Clubs in größeren Städten angesiedelt, doch ihre Produktion deckt weniger als 0,1 Prozent des Gesamtbedarfs.

Die Linke hat einen Antrag eingebracht, der zentrale Änderungen fordert. Dazu gehören eine vollständige Legalisierung auf EU-Ebene, höhere Mittel für Prävention und Suchtbehandlung sowie wissenschaftliche Pilotprojekte zur Erprobung kontrollierter Abgabemodelle. Die Partei möchte zudem die THC-Grenzwerte für Autofahrer überarbeiten und sie stärker an die Alkoholregelungen angleichen, um eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung zu beseitigen.

Weitere Vorschläge sehen die Abschaffung von Mindestabstandsregeln für den Cannabiskonsum sowie eine Vereinfachung der Genehmigungsverfahren für Clubs bundesweit vor. Die Linke argumentiert, dass diese Schritte ein faireres und praxistauglicheres System schaffen würden.

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Die Opposition gegen das aktuelle Gesetz bleibt jedoch stark. Während die konservative Union aus CDU und CSU die Legalisierung vollständig rückgängig machen will, pocht die Linke auf eine weitere Ausweitung.

Der Antrag der Linken unterstreicht die anhaltenden Debatten über die deutsche Cannabispolitik. Sollten die vorgeschlagenen Änderungen umgesetzt werden, würde dies die Regulierung, Verteilung und den Konsum von Cannabis grundlegend verändern. Vorerst bleibt jedoch der bestehende Rahmen in Kraft – mit Clubs, die unter strengen, aber begrenzten Bedingungen operieren.

Quelle