Logistikbranche warnt vor Kollaps durch explodierende Dieselpreise und fordert Soforthilfe
Alan JunkLogistikbranche warnt vor Kollaps durch explodierende Dieselpreise und fordert Soforthilfe
Vier große Logistikverbände in Deutschland haben die Bundesregierung aufgefordert, schnell gegen die steigenden Kraftstoffkosten vorzugehen. Die Verbände warnen, dass die explodierenden Dieselpreise Unternehmen entlang der gesamten Lieferkette an den Rand des Ruins treiben. Sie fordern sofortige, kurzfristige Maßnahmen, um den Druck zu verringern.
Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BPEX), der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) sowie der Bundesverband Contractlogistik (BWVL) haben einen gemeinsamen Appell veröffentlicht. Im Mittelpunkt ihrer Forderung steht eine vorübergehende Bremse für die Kraftstoffkosten – nicht etwa langfristige finanzielle Hilfen.
Die Branche betont, dass Logistik bezahlbar bleiben muss, um stabile Lieferketten zu gewährleisten. Ohne staatliches Eingreifen drohen Unternehmen erhebliche Schwierigkeiten, zuverlässige Lieferungen für Wirtschaft und Bevölkerung aufrechtzuerhalten. Die Verbände argumentieren, dass etwaige Entlastungen lediglich die Mehreinnahmen des Staates durch höhere Energiepreise – etwa durch Steuern und CO₂-Bepreisung – ausgleichen sollten.
Ihre Position ist klar: Der Staat darf nicht auf Kosten von Unternehmen und Steuerzahlern von der Krise profitieren. Stattdessen sei gezieltes und sofortiges Handeln nötig, um langfristige Schäden für den Sektor zu verhindern.
Die Logistikbranche fordert keine dauerhaften Subventionen. Eine kurzfristige Senkung der Kraftstoffkosten könnte helfen, die aktuelle Krise zu überbrücken. Ohne diese Unterstützung drohen jedoch die Stabilität der Lieferketten und der gesamten Wirtschaft zu gefährden.






