Lufthansa übertrifft Erwartungen trotz Rekord-Treibstoffkosten durch Iran-Konflikt
Gordana GnatzLufthansa übertrifft Erwartungen trotz Rekord-Treibstoffkosten durch Iran-Konflikt
Lufthansa meldet bessere als erwartete Ergebnisse im ersten Quartar – trotz explodierender Treibstoffkosten durch den Iran-Konflikt
Trotz stark gestiegener Spritpreise im Zusammenhang mit den Spannungen im Iran hat die Lufthansa im ersten Quartal bessere Ergebnisse vorgelegt als erwartet. Nach Bekanntgabe eines bereinigten Betriebsverlusts von 612 Millionen Euro – und damit weniger als die von Analysten prognostizierten 659 Millionen – stieg der Aktienkurs des Konzerns um über 8 Prozent. Dennoch bleiben Herausforderungen bestehen, während das Unternehmen Flugpläne anpasst und sich auf mögliche Störungen vorbereitet.
Der Umsatz der Airline kletterte im ersten Quartal um 8 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro, verfehlte damit aber die Erwartungen der Analysten, die mit 9,3 Milliarden gerechnet hatten. Ein zentraler Grund für die Abweichung war der Anstieg der Treibstoffkosten um 1,7 Milliarden Euro, getrieben durch den anhaltenden Konflikt im Iran. Um die Risiken zu begrenzen, hat Lufthansa bereits 20.000 Flüge aus dem Sommerflugplan gestrichen.
Die Treibstoffversorgung an den wichtigsten Drehkreuzen ist zwar bis Juni gesichert, doch das Unternehmen erarbeitet Notfallpläne für Langstreckenverbindungen nach Asien und Afrika. Diese Maßnahmen sollen Engpässe oder weitere Kostenexplosionen verhindern. Trotz der Belastungen hält Lufthansa an ihrer Jahresprognose fest und erwartet einen bereinigten Betriebsgewinn, der die 1,96 Milliarden Euro aus dem Jahr 2025 übertreffen soll.
Diese Einschätzung steht jedoch unter dem Vorbehalt, dass es weder zu weiteren Treibstoffknappheiten noch zu Arbeitsniederlegungen kommt, die den Betrieb beeinträchtigen könnten. Die Unternehmensführung betonte, dass in den kommenden Monaten die Stabilität der Lieferketten und der Arbeitsbeziehungen entscheidend sein werde.
Die Ergebnisse des ersten Quartals haben die Marktprognosen übertroffen und die Sorgen der Anleger vorerst gemildert. Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr bleibt unverändert, doch Risiken durch schwankende Spritpreise und operationelle Einschränkungen bestehen fort. Notfallplanung und Anpassungen im Flugplan werden in den nächsten Monaten eine zentrale Rolle spielen, um die Herausforderungen zu meistern.






