23 March 2026, 04:30

Mehrwertsteuer-Rabatt für Gastronomie endet 2024: Branche protestiert gegen Rückkehr zu 19 Prozent

Eine Karte von Europa, die die EU-Mehrwertsteuersätze von 2014 in Prozent und Text anzeigt.

Mehrwertsteuer-Rabatt für Gastronomie endet 2024: Branche protestiert gegen Rückkehr zu 19 Prozent

Mehrwertsteuer-Rabatt für Gastronomie endet 2024: Rückkehr zum Regelsteuersatz von 19 Prozent

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Die ermäßigte Mehrwertsteuer für Speisen in Restaurants und Cafés wird in Deutschland 2024 auslaufen. Die Bundesregierung hat bestätigt, dass der Steuersatz dann wieder auf 19 Prozent angehoben wird – und damit eine temporäre Senkung rückgängig macht, die während der Corona-Pandemie eingeführt worden war. Unter Unternehmerinnen, Unternehmern und Kommunalpolitikerinnen stößt die Entscheidung auf scharfe Kritik.

Der reduzierte Satz von sieben Prozent war 2020 als Teil eines wirtschaftspolitischen Notfallpakets eingeführt und mehrfach verlängert worden, um die angeschlagene Gastronomie- und Hotelleriebranche zu stützen. Nun hat die Regierung jedoch beschlossen, ab dem kommenden Jahr zum ursprünglichen Steuersatz zurückzukehren.

Gastronomiebetriebe, Hoteliers und Tourismusverbände hatten sich vergeblich für eine dauerhafte Beibehaltung des ermäßigten Satzes eingesetzt. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) argumentierte, die niedrigere Steuer stärke die Branche, und kündigte an, weiter für deren Erhalt kämpfen zu wollen. Unterstützung erhielten die Forderungen auch von Kommunalpolitikerinnen und -politikern wie Rödermarks Bürgermeister Jörg Rotter und seiner Stellvertreterin Andrea Schulner.

Kritikerinnen und Kritiker bezeichnen die Erhöhung als ungerecht und widersinnig – insbesondere mit Verweis darauf, dass Deutschland im europäischen Vergleich eine der höchsten Steuerbelastungen auf Restaurantbesuche erhebt. Viele Gastronomen in Rödermark zeigten sich enttäuscht, während Bürgermeister Rotter offen einräumte, sich von der Politik im Stich gelassen zu fühlen.

Die Rückkehr zum Regelsteuersatz von 19 Prozent tritt 2024 in Kraft und beendet damit eine jahre-lang geltende Entlastungsmaßnahme. Der Dehoga betonte, man werde die Bemühungen fortsetzen, die Entscheidung noch zu revidieren. Die Branche steht nun vor höheren Kosten – ohne die Steuersenkung, auf die sie sich über Jahre hinweg verlassen hatte.

Quelle