NDR und BR erweitern Dokumentationsreihe Klar – doch die Moderationsentscheidung spaltet die Gemüter
Alan JunkNDR und BR erweitern Dokumentationsreihe Klar – doch die Moderationsentscheidung spaltet die Gemüter
Die öffentlich-rechtlichen Sender NDR und BR treiben Klar voran, eine neue Dokumentationsreihe, die gesellschaftlich umstrittene Themen aufgreift. Die Sendung, die 2025 mit drei Pilotfolgen startete, wird 2026 auf sechs Ausgaben erweitert. Doch eine aktuelle Moderationsentscheidung des NDR hat bereits für Kontroversen gesorgt – mit Vorwürfen der Voreingenommenheit und "Cancel Culture".
Die Reihe wurde 2025 mit drei Pilotfolgen ausgestrahlt, die sich mit den Herausforderungen der Migration, der wachsenden Unzufriedenheit unter Landwirten und den Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie beschäftigten. Von Anfang an wollte Klar gesellschaftliche Spannungen und Versäumnisse dokumentieren, doch Kritiker warfen der Sendung vor, sich zu sehr an rechtspopulistischen Erzählungen zu orientieren.
NDR hat nun sechs Folgen für 2026 bestätigt, wobei die Moderation auf zwei Präsentatorinnen aufgeteilt wird. Tanit Koch übernimmt die vom NDR produzierten Ausgaben, beginnend mit der ersten Folge "Zielscheibe Polizei – Beleidigungen, Hass und Gewalt", die am 15. April ausgestrahlt wird. Zwei Wochen später, am 29. April, präsentiert Julia Ruhs die zweite Folge, die unter der Regie des BR entsteht.
Die Entscheidung, Koch und nicht Ruhs für die NDR-Folgen einzusetzen, löste Empörung aus. Unterstützer von Ruhs werfen dem Sender vor, ihre Perspektive zu unterdrücken, und sprechen von "Cancel Culture". Der NDR hat sich nicht direkt zu den Vorwürfen geäußert, betont aber, die Reihe werde brennende Kontroversen aufgreifen, ohne eine politische Position zu bevorzugen.
Die neue Staffel von Klar beginnt am 15. April mit Tanit Koch, die sich in der ersten Folge mit polizeilicher Gewalt auseinandersetzt. Julia Ruhs folgt am 29. April mit einem eigenen Thema unter der Produktion des BR. Trotz der Streitigkeiten um die Moderation versichern beide Sender, die Reihe werde weiterhin gesellschaftliche Brüche durch investigative Berichterstattung beleuchten.






