15 May 2026, 12:59

Neue Regeln und Hightech-Stoffe schützen vor Hitze am Arbeitsplatz

Nahaufnahme eines kleinen Stücks Schurwolle mit einem daran befestigten Etikett, auf dem likely der Wolletyp angegeben ist.

Neue Regeln und Hightech-Stoffe schützen vor Hitze am Arbeitsplatz

Arbeitskleidung wird immer wichtiger, um Beschäftigte vor hitzebedingten Risiken zu schützen. Neue Vorschriften und textiltechnische Innovationen sollen die Sicherheit bei steigenden Temperaturen verbessern. Arbeitgeber sehen sich nun strengeren Richtlinien zum Umgang mit Hitzestress am Arbeitsplatz gegenüber.

Die aktualisierte ASR A5.1 legt klarere Regeln für den Arbeitsschutz bei Hitze fest. Berücksichtigt werden dabei Außentemperaturen, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit sowie die körperlichen Anforderungen der Tätigkeit. Arbeitgeber müssen diese Faktoren künftig bei der Planung von Arbeitszeiten und Schutzmaßnahmen einbeziehen.

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Auch technische Lösungen sollen die Hitzebelastung verringern. Empfohlen werden etwa Beschattungssysteme, bessere Belüftung oder sogar wasserbasierte Kühlsysteme für extrem heiße Arbeitsumgebungen. Daneben gelten organisatorische Anpassungen – wie flexible Arbeitszeiten, längere Pausen und ein leichter Zugang zu Trinkwasser – mittlerweile als unverzichtbar.

Doch auch die Arbeitskleidung selbst entwickelt sich weiter. Leichtere Stoffe wie Polyester- oder Polyamid-Mischgewebe sind aufgrund ihrer Atmungsaktivität und geringen Wärmespeicherung gefragt. Hochmoderne Materialien, darunter 3D-Distanzgewebe und hydrophile Beschichtungen, werden entwickelt, um Feuchtigkeitsregulierung und Tragekomfort zu optimieren. Der Arbeitskleidungshersteller Kübler arbeitet mit Forschungspartnern an Textilien mit aktiven Kühleigenschaften.

Das Bundesinstitut für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) überprüft derzeit Referenzwerte für Hitzestress in Textilien. Die Ergebnisse sollen Arbeitgebern helfen, Schutzkleidung auszuwählen, die Sicherheit und thermischen Komfort vereint. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Sonnencreme und UV-Schutzkleidung bleiben weiterhin zentraler Bestandteil der Strategie.

Die Änderungen bedeuten, dass Arbeitgeber Hitzeschutz nun systematischer angehen müssen. Leichte, funktionale Arbeitskleidung und verbesserte betriebliche Maßnahmen tragen dazu bei, Risiken für Beschäftigte zu minimieren. Mit laufender Forschung und schärferen Vorschriften wird der Fokus auf Hitzeschutz am Arbeitsplatz weiter zunehmen.

Quelle