Neues Rückhaltebecken in Fulda-Lehnerz schützt vor Hochwasser und Schadstoffen
Gordana GnatzNeues Rückhaltebecken in Fulda-Lehnerz schützt vor Hochwasser und Schadstoffen
Neues Rückhaltebecken für Sedimente und Regenwasser entsteht im Fuldaer Stadtteil Lehnerz
Ab dem 23. März 2023 beginnen die Bauarbeiten für ein neues Sedimentations- und Regenrückhaltebecken im Fuldaer Stadtteil Lehnerz. Das Projekt soll das Hochwasserrisiko verringern und lokale Gewässer schützen. Verantwortlich für die Umsetzung sind Hessen Mobil in Zusammenarbeit mit der Bundesgesellschaft Autobahn GmbH.
Das Becken entsteht in unmittelbarer Nähe der Bundesstraße B27, nahe der Kreuzung mit der Landesstraße L3378. Es wird das Oberflächenwasser von der B27, der L3378 sowie der Autobahn A7 auffangen und verhindern, dass unbehandeltes Wasser in benachbarte Bäche gelangt.
Zunächst fließt das Wasser in ein Beton-Sedimentationsbecken, wo sich Schwebstoffe und Schadstoffe absetzen. Das gereinigte Wasser gelangt anschließend in das erdgebaute Regenrückhaltebecken, das es kontrolliert an den Horasbach abgibt. Dadurch wird das Risiko von Überflutungen bei Starkregen reduziert.
Für den Bau sind umfangreiche Erdarbeiten erforderlich, darunter Aushub, Bodenaustausch und Verdichtung. Zudem entsteht im Rahmen des Projekts eine Zufahrtsstraße zu den Becken.
In den vergangenen fünf Jahren wurden bundesweit rund 150 ähnliche Anlagen entlang von Autobahnen und Bundesstraßen errichtet. Die meisten Projekte wurden von DEKRA und der Autobahn GmbH des Bundes in Regionen wie Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen umgesetzt, um Hochwasserschäden einzudämmen.
Das neue Becken trägt dazu bei, den Abfluss von Regenwasser zu regulieren und den Horasbach vor Überschwemmungen zu schützen. Durch die Filterung von Schadstoffen und die Steuerung des Oberflächenabflusses verbessert es zudem die Wasserqualität in der Region. Das Vorhaben reiht sich in eine bundesweite Initiative ein, mit der durch präventive Maßnahmen das Hochwasserrisiko im Straßenverkehrsnetz gesenkt werden soll.






