07 June 2026, 10:28

Niederrhein-Industrie startet 2026 mit historischem Umsatzrückgang von 9,9 Prozent

IHK-Analyse        Zukunft als Industriestandort

Niederrhein-Industrie startet 2026 mit historischem Umsatzrückgang von 9,9 Prozent

Industrieunternehmen am Niederrhein starten mit Rückschlägen ins Jahr 2026

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Die Industrie im zentralen Niederrhein-Gebiet hat einen schwierigen Jahresbeginn 2026 erlebt. Im ersten Quartal brachen die Umsätze stark ein – das Gesamtvolumen sank um 9,9 Prozent. Der Rückgang fiel damit stärker aus als im Landesdurchschnitt und betraf sowohl den Export als auch den heimischen Markt.

Die aktuellen Zahlen zeigen einen breiten Abschwung in den Schlüsselsektoren. Besonders hart traf es die chemische Industrie, deren Umsätze um 17,0 Prozent einbrachen. Der Maschinenbau verzeichnete mit einem Minus von 20,8 Prozent einen noch deutlichereren Rückgang, während die Nahrungs- und Genussmittelbranche 11,9 Prozent verlor. Nur die Metallherstellung und -verarbeitung konnte ein leichtes Plus von 1 Prozent verbuchen.

Exportorientierte Unternehmen der Region meldeten einen Umsatzrückgang von 11,0 Prozent. Auch die Binnennachfrage schwächte sich ab: Die Inlandsumsätze sanken um 8,4 Prozent. Im Kreis Viersen spiegelte sich der allgemeine Trend wider – hier gingen die Industrieerlöse um 5,0 Prozent zurück, die Inlandsverkäufe um 8,5 Prozent.

IHK-Chef fordert mehr Wettbewerbsfähigkeit und politische Unterstützung

Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK, betonte die Dringlichkeit, die globale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu stärken. Er begrüßte die Hochtechnologie-Agenda des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt als „wichtigen Schritt“. Gleichzeitig unterstrich Steinmetz die Notwendigkeit klarer politischer Pläne, um die Erholung der Industrie zu unterstützen.

Herausforderung: Trendwende nach 9,9-Prozent-Einbruch

Die Industrie am Niederrhein steht nun vor der Aufgabe, den 9,9-prozentigen Umsatzrückgang umzukehren. Da sowohl der Export als auch der Binnenmarkt unter Druck geraten sind, hoffen die Unternehmen auf stützende politische Maßnahmen. Ob die Region wieder an Fahrt aufnimmt, hängt davon ab, wie wirksam neue Initiativen die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft stärken.

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