07 April 2026, 15:09

Offenbach testet klimafreundliche Müllfahrzeuge für die Zukunft der Abfallentsorgung

Ein gelber Müllwagen fährt auf einer Straße mit Strommasten, Kabeln, Gebäuden und Bäumen im Hintergrund, mit einer Tankstelle auf der linken Seite und Himmel oben.

Offenbach testet klimafreundliche Müllfahrzeuge für die Zukunft der Abfallentsorgung

Der Entsorgungsbetrieb der Stadt Offenbach, der Stadtservice, hat eine dreimonatige Studie gestartet, um klimafreundliche Alternativen für seine schwere Fahrzeugflotte zu testen. Derzeit sind 18 dieselbetriebene Müllfahrzeuge täglich im Einsatz, doch das Projekt soll sauberere Optionen für die Zukunft bewerten.

Die Testphase begann Anfang Februar mit zwei gemieteten Fahrzeugen: einem voll-elektrischen und einem wasserstoffbetriebenen Modell. Beide sind seitdem auf regulären Müllabfuhrrouten im Einsatz. Die INFA, die für die Datenerfassung zuständige Organisation, wird während der Testphase den Energieverbrauch, die Reichweite sowie das Gewicht des gesammelten Abfalls dokumentieren. Die Fahrer dieser Fahrzeuge müssen zudem zusätzliche Unterlagen für die Studie ausfüllen.

Die Technische Universität Darmstadt ist an der Bewertung von Emissionen und Leistung beteiligt, insbesondere für ein drittes Fahrzeug, das mit HVO100-Kraftstoff betrieben wird. Diese Analyse ist Teil der umfassenderen TOMSO-Studie, die verschiedene Antriebssysteme und Kraftstoffe vergleicht. Das Projekt prüft dabei Kosteneffizienz, Betriebseignung und mögliche CO₂-Einsparungen.

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Die Finanzierung der Initiative erfolgt teilweise über das hessische Förderprogramm für Elektromobilität, das 50 % der Gesamtkosten in Höhe von 295.400 Euro übernimmt – das entspricht 147.700 Euro. Trotz des Vorstoßes für umweltfreundlichere Lösungen sind klimaneutrale Schwerlastfahrzeuge in der Anschaffung weiterhin teurer als herkömmliche Dieselmodelle.

Die Ergebnisse der Studie sollen dem Stadtservice helfen, das passendste Antriebssystem für seine Flotte auszuwählen. Die Erkenntnisse könnten künftige Kaufentscheidungen beeinflussen, mit dem Ziel, Emissionen zu reduzieren, ohne die Effizienz zu beeinträchtigen. Der Abschlussbericht wird nach dem Ende der dreimonatigen Testphase erwartet.

Quelle