Offenbachs Seniorenheim setzt auf klimafreundliche Fernwärme ohne Mehrkosten
Gordana GnatzOffenbachs Seniorenheim setzt auf klimafreundliche Fernwärme ohne Mehrkosten
Seniorenresidenz in der Annastraße stellt auf Fernwärme um
Ein Seniorenwohnheim in der Annastraße in Offenbach wird in Kürze auf Fernwärme umstellen. Die Umstellung ist Teil einer umfassenden Initiative der Stadt, um Emissionen zu reduzieren und die Klimaziele zu erreichen. Für die Bewohner entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten, während der CO₂-Ausstoß im Vergleich zur Gasheizung um bis zu 70 Prozent sinken soll.
Die gemeinnützige Baugesellschaft GBO Offenbach treibt den Wechsel zu nachhaltigerer Energie voran. Sie verwaltet rund 5.000 Wohnungen, von denen bereits 1.600 mit Fernwärme versorgt werden. Geschäftsführer René Weber prüft nun, welche der verbleibenden gasbeheizten Immobilien ebenfalls umgestellt werden können.
Der Anschluss des Seniorenheims an das Fernwärmenetz erforderte nur minimale Arbeiten. Da sich das Gebäude in der Nähe einer bestehenden Leitung befindet, gestaltete sich der Prozess unkompliziert. Die Wärme stammt aus dem Müllheizkraftwerk der EVO Energieversorgung Offenbach in der Dietzenbacher Straße, das von den Offenbacher Entsorgungsbetrieben (OEB) betrieben wird.
Die GBO rechnet mit einer Förderung von mindestens 30 Prozent für die Umstellungskosten. Die Maßnahme steht im Einklang mit dem Ziel Offenbachs, bis 2045 klimaneutral zu werden. Die EVO strebt ihre eigene Klimaneutralität bereits fünf Jahre früher an – bis 2040.
Die Umstellung auf Fernwärme beginnt in der kommenden Heizperiode. Für die Mieter fallen keine Zusatzkosten an, während der CO₂-Fußabdruck der Einrichtung deutlich schrumpft. Das Projekt ist ein weiterer Schritt der Stadt hin zu saubereren Energielösungen.






