27 March 2026, 14:38

Offene Glasfasernetze revolutionieren Deutschlands Internetausbau bis 2031

Plakat, das das Affordable Connectivity Program bewirbt, mit Text, der besagt, dass über 15 Millionen Haushalte eingeschrieben sind, um bei High-Speed-Internet zu sparen, und einem Programm-Logo.

Offene Glasfasernetze revolutionieren Deutschlands Internetausbau bis 2031

Offene Netze gewinnen in Deutschlands Glasfaserausbau an Fahrt

Immer mehr Unternehmen und Kommunen in Deutschland öffnen ihre Glasfasernetze für Drittanbieter. Diese Entwicklung soll den Wettbewerb beleben und die bestehende Infrastruktur effizienter nutzen.

Der Trend zeigt sich, während fast 300 Betreiber bundesweit ihre Glasfasernetze ausbauen. Neue Regularien und Branchenvereinbarungen treiben die Bewegung zusätzlich voran.

So plant etwa die Stadtwerke Neustadt am Rübenberge, ihr Netz bis 2030/2031 für externe Anbieter zu öffnen – ein Schritt, der sich in eine branchenweite Initiative für mehr Zugang einreiht. Gleichzeitig bereitet sich Plusnet darauf vor, eigene Dienste über die Netze von OXG anzubieten.

Deutsche GigaNetz hat bereits Partnerschaften mit dem schwedischen Internetdiensteanbieter Bahnhof und Westconnect geschlossen. Ein weiteres Beispiel ist Stiegeler, das Städte wie Bad Säckingen und Bad Urach in Baden-Württemberg versorgt. Über die Plattform Netbridge ermöglicht das Unternehmen einen beidseitigen offenen Netzzugang und arbeitet dabei mit Anbietern wie Plusnet zusammen.

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Steven Blount von EWE Tel räumte ein, dass offene Netze zwar höhere Anfangsinvestitionen erfordern könnten. Langfristig seien sie jedoch entscheidend, um die Netzauslastung zu maximieren. Daniela Brönstrup, Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur (BNetzA), forderte strengere Kontrollen, wo offene Netze nicht umgesetzt werden. Sie betonte, dass regulatorische Eingriffe nötig seien, wenn der Wettbewerb zu schwach bleibe.

Ein geplanter Novellierung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) soll Verhandlungspflichten für Drittanbieter-Zugänge vorschreiben – und zwar in Gebieten, in denen nur ein wirtschaftlich tragfähiges Glasfasernetz existiert. Frank Rosenberger von 1&1 Versatel verwies auf die starke Kundennachfrage: 83 Prozent der Kunden wünschten sich eine freie Anbieterwahl.

Die Forderung nach offenen Netzen verändert den deutschen Glasfasermarkt. Immer mehr Betreiber schließen Vereinbarungen, und neue Regelungen könnten den Zugang bald flächendeckend durchsetzen. Die Änderungen zielen darauf ab, Verbrauchern mehr Dienstleistungsoptionen zu bieten und die bestehende Infrastruktur besser zu nutzen.

Quelle