04 May 2026, 16:37

Öffentlicher Dienst wächst – doch Beamte werden immer seltener

Schwarz-weiß-Illustration von zwei uniformierten Männern, einer hält ein Gewehr, vor einem Hintergrund aus Bäumen und Gebäuden, betitelt "Infanterie der Deutschen Legion 1813-14" auf altem Papier.

Öffentlicher Dienst wächst – doch Beamte werden immer seltener

Deutschlands öffentlicher Sektor wächst stetig – doch der Beamtenanteil sinkt

In den vergangenen zehn Jahren ist der öffentliche Dienst in Deutschland kontinuierlich gewachsen. Bis zum 30. Juni 2024 beschäftigte der Staat 1,96 Millionen Beamte, Richter und Soldaten – ein Plus von 5,8 Prozent seit 2014. Doch ihr Anteil an allen Beschäftigten im öffentlichen Sektor liegt nun nur noch bei etwas mehr als einem Drittel, da Arbeitsverträge nach Privatrecht immer häufiger werden.

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Die größte Gruppe der Beamten arbeitet im Bildungsbereich. Allgemeinbildende und berufliche Schulen beschäftigen 35,6 Prozent von ihnen, das entspricht 696.000 Personen. Es folgen der Bereich öffentliche Sicherheit und Ordnung mit 19,1 Prozent (373.000 Beamte), die etwa in Polizei und Rettungsdiensten tätig sind.

Auf die Verteidigung entfallen 10 Prozent (195.000), während die Finanzverwaltung 8,6 Prozent (167.000) der Beamten stellt. Nur ein kleiner Teil – 19,0 Prozent – arbeitet direkt für den Bund. Die Mehrheit ist stattdessen bei Ländern oder Kommunen beschäftigt.

In den letzten zehn Jahren stieg die Gesamtzahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst um 15,6 Prozent. Der stärkste Anstieg zeigte sich jedoch bei den privatrechtlichen Arbeitsverträgen, die um 22,1 Prozent zunahmen. Mittlerweile fallen 63,6 Prozent aller öffentlichen Bediensteten unter diese Vertragsform.

Die Zahlen zeigen einen klaren Trend: Immer weniger klassische Beamtenstellen, dafür mehr privatrechtlich Beschäftigte. Zwar bleiben Kernbereiche wie Schulen und Sicherheit dominierend, doch die Struktur der Belegschaft verändert sich. Der Bund beschäftigt weiterhin nur einen kleinen Teil der Beamten – die meisten Positionen existieren auf regionaler Ebene.

Quelle