Polizei beschlagnahmt 109-Dezibel-Boliden nach Düsenjet-Lärm in Witten
Gordana GnatzPolizei beschlagnahmt 109-Dezibel-Boliden nach Düsenjet-Lärm in Witten
In Witten haben Polizeibeamte einen Hochleistungswagen beschlagnahmt, nachdem sie extrem hohe Lärmwerte gemessen hatten. Der Motor des Fahrzeugs, das mit optimierter Software nachgerüstet worden war, soll beim Starten wie ein Düsenjet geklungen haben. Zudem stand der Wagen laut Behörden illegal in einem absoluten Halteverbot auf der Holbeinstraße.
Der Vorfall begann, als die Polizei das Fahrzeug in der verbotenen Zone entdeckte. Beim Starten des Motors erreichte der Lärmpegel 109 Dezibel – deutlich über dem gesetzlich erlaubten Grenzwert von 82 dB. Die Beamten verglichen den Sound mit dem eines Düsenjets.
Der Besitzer gab zu, dass der Wagen über einen Biturbo-Motor verfüge, argumentierte jedoch, die Lautstärke sei Teil des Designs. Zudem behauptete er, er habe gerade losfahren wollen, als die Polizei auf ihn zukam. Bei einer Überprüfung stellte sich jedoch heraus, dass die Motorsteuerung manipuliert worden war – vermutlich durch leistungssteigernde Software.
In der Folge wurde das Fahrzeug sichergestellt. Dem Besitzer drohen nun verwaltungsrechtliche Konsequenzen, da die Betriebserlaubnis des Wagens durch die Änderungen erloschen ist. Der Wagen bleibt vorerst in Polizeigewahrsam, während die Ermittlungen andauern. Der Halter muss sich sowohl wegen der Lärmbelästigung als auch wegen des Parkverstoßes verantworten. Die Behörden warnten, dass solche Umbauten nach Verkehrsrecht mit empfindlichen Strafen geahndet werden können.






