15 May 2026, 20:34

Quantencomputing revolutioniert BVG-Schichtplanung und spart Millionen

Ein roter Doppeldeckerbus fährt auf einer von hohen Gebäuden gesäumten Stadtstraße, umgeben von Fußgängern, einem Fahrradfahrer, Ampeln, Laternen und Texttafeln unter einem bewölkten Himmel.

Quantencomputing revolutioniert BVG-Schichtplanung und spart Millionen

Quantencomputing-Lösung meistert Fahrplankrise bei Berlins BVG

Eine auf Quantencomputing basierende Lösung hat ein zentrales Problem der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) gelöst: die komplexe Personaleinsatzplanung. Das im Rahmen des Berlin Quantum Hackathon entwickelte Projekt optimierte die Schichteinteilung von 150 Busfahrern über mehrere Linien hinweg. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Ansatz jährlich Millionen einsparen und gleichzeitig langjährige Personalprobleme entschärfen könnte.

Das Team Beerantum stellte seine Lösung beim Hackathon vor und konzentrierte sich dabei auf die vielschichtige Schichtplanung der BVG-Busfahrer. Durch die Kombination des Bias-Field-DCQO-Algorithmus von Kipu Quantum mit DBSCAN-Clustering teilten sie die Fahrer in typische Profile ein und reduzierten die notwendigen API-Abfragen um 80 Prozent. Dieser optimierte Prozess ermöglichte es, individuelle Präferenzen der Fahrer besser zu berücksichtigen – ein Aspekt, den herkömmliche Methoden oft vernachlässigen.

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Die BVG steht derzeit vor einem massiven Personalmangel: Bis 2026 werden voraussichtlich über 4.300 Mitarbeiter in den Ruhestand gehen. Die anhaltende freiwillige Fluktuation verschärft die Krise zusätzlich und macht eine effiziente Einsatzplanung umso dringlicher. Das Team zeigte mit seiner klassisch-quanten-basierten Hybridlösung einen klaren Weg auf, wie aus einer frühen Forschungsphase (TRL 4) innerhalb von zwei Jahren ein produktionsreifes Pilotprojekt (TRL 6) entstehen kann.

Das wirtschaftliche Potenzial ist beträchtlich: Selbst eine bescheidene Steigerung der Planungseffizienz um zwei Prozent könnte der BVG jährlich rund 18 Millionen Euro ersparen. Doch die Anwendungsmöglichkeiten gehen über den Busverkehr hinaus – die entwickelte Architektur ließe sich auch in anderen Bereichen nutzen, etwa bei der Schichtplanung in Krankenhäusern oder der Logistik der letzten Meile.

Der Erfolg des Hackathons unterstreicht, wie Quantenoptimierung reale Herausforderungen lösen kann. Die BVG verfügt nun über ein skalierbares Modell, das Personalengpässe mildern und Kosten senken könnte. Sollte das System eingeführt werden, könnte es zudem als Vorbild für ähnliche Anwendungen in Logistik und öffentlichem Dienst dienen.

Quelle