"Reclaim the Night" in Berlin-Kreuzberg: Demonstration endet mit Konflikten und Festnahme
Sofia Reising"Reclaim the Night" in Berlin-Kreuzberg: Demonstration endet mit Konflikten und Festnahme
Mehr als 2.000 Menschen zogen am Vorabend des 1. Mai durch Berlin-Kreuzberg, um an der jährlichen Frauendemonstration teilzunehmen. Die unter dem Motto "Reclaim the Night" bekannte Veranstaltung war von einer angespannten Stimmung geprägt, als die Teilnehmenden durch den Bezirk marschierten. Die Polizei meldete Zwischenfälle, darunter Feuerwerkskörper und Gegenstände, die während der Kundgebung auf Beamte geworfen wurden.
Die Demonstration begann am Kottbusser Damm und endete an der Köpenicker Straße. Die Organisatorinnen beendeten die Veranstaltung etwa zehn Minuten früher als geplant. Die Teilnehmenden hatten zuvor erklärt, sie wollten sich gegen rassistische, queerenfeindliche und frauenverachtende Belästigung stellen und sich nicht anpassen, sondern den öffentlichen Raum zurückerobern.
Laut Polizeischätzungen beteiligten sich rund 2.600 Menschen an dem Marsch. Die Stimmung blieb den ganzen Abend über spürbar angespannt. Die Beamten verzeichneten vier Fälle von Sachbeschädigung, die sowohl Privatfahrzeuge als auch Polizeifahrzeuge betrafen.
Berlin setzte am Donnerstag etwa 1.800 Polizeikräfte in der gesamten Stadt ein, um sowohl die Demonstration als auch die Veranstaltungen zur Walpurgisnacht abzusichern. Eine Person wurde festgenommen, weil sie angeblich eine Beamtin während der Kundgebung beleidigt haben soll.
Die Protestaktion endete vorzeitig, allerdings nicht ohne Konflikte. Die Polizei registrierte Feuerwerkskörper und geworfene Gegenstände, die sich gegen die Beamten richteten, sowie leichte Sachbeschädigungen. Die Demonstration unterstrich die anhaltenden Spannungen rund um geschlechtsspezifische Gewalt und gesellschaftliche Ungleichheit in der Stadt.






