14 April 2026, 14:38

Reichstag wird mit Milliardenaufwand gegen Cyberangriffe gerüstet

Großes modernes Regierungsgebäude mit vielen Fenstern, umgeben von Straßenmöbeln, Fahrzeugen, Fußgängern und Bäumen unter einem bewölkten Himmel.

Reichstag wird mit Milliardenaufwand gegen Cyberangriffe gerüstet

Reichstagsgebäude in Berlin: Großangelegte Sanierung gegen Cyberbedrohungen

Das Reichstagsgebäude in Berlin steht vor umfassenden Sanierungsarbeiten, um seine Abwehrkräfte gegen Cyberangriffe zu stärken. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner kündigte die Pläne an und bezeichnete das Vorhaben als "gewaltige Aufgabe". Im Rahmen der Arbeiten werden tausende Kilometer Kabel ersetzt und die digitalen Sicherheitssysteme auf den neuesten Stand gebracht.

Das Ausmaß der Sanierung ist enorm: Rund 3.800 Kilometer neues Kupferkabel werden verlegt – genug, um die gesamte Länge der deutschen Grenzen abzudecken. Hinzu kommen 300 Kilometer Glasfaserkabel, 300 Datenverteilereinheiten und hunderte modernisierte Server. Klöckner sprach von einer "monumentalen Herausforderung", die mehrere Jahre Bauzeit erfordern werde.

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Das Projekt folgt einer "3-S-Strategie", die auf Sicherheit (Security), Souveränität (Sovereignty) und Service setzt. Zu den Zielen gehören der Ausbau des IT-Schutzes, die Verringerung der Abhängigkeit von externen Anbietern und eine strengere Kontrolle des Datenzugriffs. Künftig sollen auch die digitalen Zugänge zu den Bundestagssystemen stärker abgesichert werden.

Klöckner treibt zudem ein weiteres zentrales Vorhaben voran: das Bundestagspolizeigesetz. Sie strebt eine Verabschiedung noch in diesem Jahr an. Das Gesetz würde den Austausch von Daten mit Nachrichtendiensten ermöglichen, um Besucher auf mögliche Risiken zu überprüfen. Die Zustimmung zur Digitalstrategie wird in Kürze erwartet, die Sanierungsarbeiten sollen noch vor dem Sommer beginnen.

Die Modernisierungen zielen darauf ab, die Infrastruktur des Reichstags gegen aktuelle Cyberrisiken abzusichern. Strengere Datenschutzvorgaben und eine engere Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden werden Teil des neuen Sicherheitskonzepts sein. Bei einer rechtzeitigen Genehmigung könnten die Bauarbeiten bereits in wenigen Monaten starten.

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