Salzgitter streitet um Zukunft des historischen Fördergerüsts als Denkmal
Tomislav PaffrathSalzgitter streitet um Zukunft des historischen Fördergerüsts als Denkmal
In Salzgitter ist eine Debatte über die Zukunft eines zwölf Meter hohen Stahl-Fördergerüsts entbrannt, das als Denkmal an das bergbauliche Erbe der Stadt erinnert. Das 1961 errichtete und seit 1971 in der Nähe des Salzgittersees stehende Bauwerk könnte nun umgesiedelt werden. Zwei gegensätzliche Anträge – einer von den Grünen, ein weiterer von der Linken – werden demnächst im Stadtrat beraten.
Die Grünen setzen sich für eine Verlegung des Denkmals auf den Marktplatz in Salzgitter-Bad ein. Ihr Hauptargument ist die bessere Sichtbarkeit: Der aktuelle Standort neben dem städtischen Betriebshof Süd und dem Stadtarchiv sei zu abgelegen. Zudem schlagen sie vor, am ursprünglichen Standort eine Gedenktafel an der Außenwand des Stadtarchivs anzubringen.
Ihr Antrag, der nach Ostern im Stadtplanungsausschuss diskutiert werden soll, betont, dass der Marktplatz ein passender Ort sei. Dort befinden sich bereits weitere Bezüge zum Bergbau, was die Funktion des Platzes als öffentlichen Erinnerungsort unterstreicht.
Die Linke lehnt eine Umsiedlung kategorisch ab. Sie besteht darauf, dass der aktuelle Standort historisch angemessen ist und unverändert bleiben sollte. Stattdessen regt sie an, die Lesbarkeit der bestehenden Inschrift zu verbessern und eine zweite Tafel auf dem Marktplatz aufzustellen. Ihr Änderungsantrag argumentiert, dass der ursprüngliche Standort den historischen Kontext des Denkmals bewahrt.
Beide Vorschläge werden nun im Ausschuss geprüft, bevor der Stadtrat in einer finalen Abstimmung entscheidet. Das Ergebnis wird darüber bestimmen, ob das 63 Jahre alte Fördergerüst an seinem Platz bleibt oder an einen stärker frequentierten Ort umzieht. Im Falle einer Verlegung würde eine neue Tafel den ursprünglichen Standort markieren, während bei einem Verbleib Verbesserungen an der Inschrift vorgenommen werden könnten. Die endgültige Entscheidung liegt bei den Salzgitter Stadträten, sobald die Ausschussberatungen abgeschlossen sind.






