01 May 2026, 10:36

Spahn verteidigt Merz gegen Mierschs scharfe Führungs-Kritik

Zwei deutsche Bundeskanzler, Angela Merkel und Joachim Gauck, stehen sich vor einer Glaswand mit einem Vorhang dahinter gegenüber, beide tragen Anzüge und sind mit Mikrofonen ausgestattet.

Spahn verteidigt Merz gegen Mierschs scharfe Führungs-Kritik

Jens Spahn, Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat die jüngste Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz zurückgewiesen. Die Äußerungen erfolgten, nachdem der SPD-Fraktionschef Matthias Miersch Merz impulsives Verhalten vorgeworfen und dessen Führungsstil infrage gestellt hatte. Spahn argumentierte, solche Wortgefechte trügen kaum zur Verbesserung der Zusammenarbeit innerhalb der Koalition bei.

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Miersch hatte Merz zuvor scharf kritisiert, weil dieser die gesetzliche Rente als "grundlegendes Auffangnetz" bezeichnet und "Respekt vor Besserverdienern" gefordert hatte. Er ging noch weiter und behauptete, Merz' Vorgehen sei zu impulsiv und nicht geeignet, um ein Kanzleramt zu führen. Wörtlich sagte er: "So kann man ein Kanzleramt eigentlich nicht führen."

Spahn konterte mit einer Verteidigung von Merz' Arbeit, insbesondere in schwierigen Phasen. Die Äußerungen Mierschs ignorierten seiner Ansicht nach die Qualität der Leistungen des Kanzlers in herausfordernden Zeiten. Statt öffentliche Streitigkeiten zu führen, rief Spahn die Koalitionspartner dazu auf, sich auf konkrete Aufgaben zu konzentrieren.

Er betonte, dass echter Fortschritt durch Zusammenarbeit entstehe – nicht durch die Diskussion über gegenseitige Aussagen. Laut Spahn gebe es für die Koalition mehr als genug inhaltliche Arbeit, die es gemeinsam anzugehen gelte.

Der Schlagabtausch unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen den Koalitionspartnern. Spahns Reaktion deutet darauf hin, dass er sachpolitische Arbeit öffentlichen Kritikduellen vorzieht. Vorerst zeigt die Debatte, wie unterschiedlich die Vorstellungen von Führung und Zusammenarbeit in der Regierung sind.

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