30 May 2026, 18:25

Techniker Krankenkasse warnt: Behandlungsfehler nehmen um 14 Prozent zu

Behandlungsfehler: Anzahl der vermuteten Fälle erreicht neuen Rekord

Techniker Krankenkasse warnt: Behandlungsfehler nehmen um 14 Prozent zu

Techniker Krankenkasse meldet Anstieg von Verdachtsfällen auf Behandlungsfehler

Die deutsche Techniker Krankenkasse (TK) verzeichnet einen deutlichen Anstieg bei Verdachtsfällen auf ärztliche Kunstfehler. Im Jahr 2025 registrierte die Kasse 7.540 Vorfälle – ein Plus von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahlen lösten Forderungen nach mehr Transparenz bei der Rechenschaftspflicht im Gesundheitswesen aus.

Mit 29 Prozent entfiel der größte Anteil der Verdachtsmomente auf chirurgische Eingriffe. Es folgten Zahnmedizin und Kieferorthopädie mit 17 Prozent sowie Gynäkologie und Geburtshilfe mit 11 Prozent. Zusammen machten diese drei Fachbereiche mehr als die Hälfte aller gemeldeten Fälle aus.

Etwa jeder dritte bestätigte Fall führte zu offiziellen Verfahren. Allerdings wies der TK-Experte für Behandlungsfehler, Jonas Petersen, auf eine zentrale Schwachstelle hin: die fehlende Möglichkeit, betroffene Versicherte proaktiv über mögliche Fehler zu informieren.

TK-Vorstandsvorsitzender Jens Baas betonte die Notwendigkeit einer offeneren Fehlerkultur im Gesundheitswesen. Er schlug ein zentrales Meldesystem für Behandlungsfehler vor, um die Aufsicht zu verbessern und künftige Risiken zu verringern.

Die Daten für 2025 unterstreichen die wachsende Sorge um ärztliche Kunstfehler in Deutschland. Angesichts des 14-prozentigen Anstiegs drängt die TK auf systemische Reformen zur Stärkung der Patientensicherheit. Ein zentrales Meldesystem und eine bessere Kommunikation mit den Versicherten bleiben dabei zentrale Prioritäten.

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