23 March 2026, 02:29

Überladener Lkw verliert Räder auf A45 – Falsche Papiere und illegale Beschäftigung im Visier

Schwarzes und weißes Foto eines Schwerlastanhängers mit einer Tragfähigkeit von 14 Tonnen, mit Textdetails unten.

Überladener Lkw verliert Räder auf A45 – Falsche Papiere und illegale Beschäftigung im Visier

Gefährlicher Vorfall auf der A45 bei Langenselbold: Überladener Lkw verliert Räder – Falsche Papiere und Verstöße gegen Arbeitsrecht

Auf der Autobahn A45 bei Langenselbold kam es zu einem gefährlichen Zwischenfall, als ein Lkw mit Anhänger zwei Räder verlor und notbremsen musste. Obwohl niemand verletzt wurde, deckten die Ermittler schwerwiegende Verstöße auf – darunter extreme Überladung und den Verdacht auf illegale Beschäftigung.

Der Vorfall löste einen Polizeieinsatz aus, nachdem sich herausstellte, dass der 32-jährige Fahrer einen gefälschten kroatischen Personalausweis bei sich trug. Damit stellen sich Fragen zu seinem legalen Aufenthaltsstatus in Deutschland.

Der Anhänger des Lkw war mit 3.630 Kilogramm statt der erlaubten 2.700 Kilogramm um 34 Prozent überladen. Auch das Zugfahrzeug überschritt sein zulässiges Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen um mehr als 50 Prozent und wog stattliche 11.270 Kilogramm. Die Behörden bestätigten, dass der Verlust der Räder direkt auf die massive Überlastung zurückzuführen ist.

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Die Polizei sicherte die Unfallstelle, entlud die Gerüstteile vom Anhänger und organisierte einen Ersatz-Lkw desselben Unternehmens, um die Ladung zu übernehmen. Gegen den Fahrer sowie die Transportfirma laufen nun mehrere Strafverfahren wegen des Verdachts auf illegale Beschäftigung und Verstöße gegen die Gewichtsbestimmungen.

Der Vorfall reiht sich in eine Reihe von Kontrollen überladener Lkw in Hessen ein. Zwischen 2023 und 2025 führten hessische Behörden jährlich rund 15.000 Gewichtsprüfungen auf Autobahnen durch. Die verhängten Bußgelder beliefen sich auf über fünf Millionen Euro, davon allein 1,2 Millionen Euro im Jahr 2024. Fahrzeuge, die die Grenzwerte um mehr als zehn Prozent überschritten, wurden in 20 Prozent der Fälle stillgelegt oder beschlagnahmt. Bei extremen Verstößen – mit Überladungen von bis zu 40 Prozent – kam es laut Bundesautobahnpolizei und hessischem Innenministerium sogar zu strafrechtlichen Ermittlungen.

Der Fall unterstreicht die anhaltenden Risiken durch überladene Fahrzeuge auf deutschen Straßen. Gegen den Fahrer und das Unternehmen laufen nun strafrechtliche Untersuchungen. Die Behörden setzen weiterhin auf strenge Sanktionen bei Gewichtsverstößen und illegaler Beschäftigung in der Transportbranche.

Quelle