Uli Hoeneß löst mit veganer Ernährungskritik eine hitzige Debatte aus
Tomislav PaffrathUli Hoeneß löst mit veganer Ernährungskritik eine hitzige Debatte aus
Der ehemalige Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß hat mit Kritik an veganer Ernährung in einem aktuellen Podcast eine Debatte ausgelöst. Im Gespräch mit dem bayerischen Radiosender Antenne Bayern behauptete er, dass pflanzliche Ernährung langfristig zu gesundheitlichen Problemen führe. Seine Äußerungen lösten Reaktionen bei Tierschutzorganisationen und Vertretern der Lebensmittelbranche aus.
Hoeneß, der Inhaber der Wurstwarenfirma HoWe Wurstwaren ist, argumentierte, dass vegane Ernährung die Menschen auf Dauer krank mache. Zudem bezeichnete er Veganer als übermäßig militant in der Verbreitung ihrer Überzeugungen. Der 72-Jährige hatte selbst mit gesundheitlichen Herausforderungen zu kämpfen, darunter eine Herzbehandlung und anhaltender Bluthochdruck.
Seine Aussagen erinnern an eine kontroverse Äußerung aus dem Jahr 2014, als der Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle Wurst als "die Zigarette der Zukunft" bezeichnete. Dieser Vergleich unterstrich die wachsenden Bedenken hinsichtlich des Verzehrs von verarbeitetem Fleisch.
Als Reaktion lud die Tierschutzorganisation PETA Hoeneß ein, an ihrem Veganstart-Programm teilzunehmen. Die Organisation betonte, dass eine gut geplante pflanzliche Ernährung der menschlichen Gesundheit, dem Tierschutz und der Umwelt zugutekommen könne.
Die Diskussion flammt auf, während sich pflanzliche Ernährung zunehmend als potenziell vorteilhafte Alternative etabliert. Hoeneß' Wurstunternehmen, das mittlerweile von seinen Kindern geführt wird, steht dabei im Kontrast zu seiner eigenen Krankengeschichte und der breiten Debatte über Ernährungsformen. PETAs Einladung bleibt bestehen – und bietet ihm die Möglichkeit, vegane Ernährung selbst zu erproben.






