03 May 2026, 10:28

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – was das für die Sicherheit bedeutet

Eine Zeitleiste, die die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute zeigt, mit Regionen, die farblich nach dem Beitrittsjahr unterteilt sind.

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – was das für die Sicherheit bedeutet

Die USA haben Pläne bekannt gegeben, innerhalb des nächsten Jahres 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Damit verringert sich die Gesamtzahl der dort stationierten amerikanischen Militärangehörigen von 38.000 auf 33.000. Die Entscheidung folgt einer Überprüfung der US-Militärpräsenz in Europa und erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen mit Deutschland in der Außenpolitik.

Der Abzug wurde offiziell am Freitag, dem 1. Mai, verkündet. Wie US-Beamte mitteilten, wird der Prozess voraussichtlich sechs bis zwölf Monate in Anspruch nehmen. Vertreter der NATO arbeiten derzeit mit den amerikanischen Behörden zusammen, um die Einzelheiten der Verringerung abzuschließen.

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Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärte, die Entscheidung sei erwartet worden. Unterdessen fordern Kritiker in Deutschland eine noch stärkere Aufstockung der Bundeswehr, der deutschen Streitkräfte. Die aktuellen Pläne sehen vor, die Truppenzahl von 185.000 auf 260.000 zu erhöhen – auch als Reaktion auf Bedenken hinsichtlich des wachsenden Einflusses Russlands.

Die Ankündigung erfolgt zudem nach öffentlicher Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz an der Iran-Politik der USA. Daraufhin forderte US-Präsident Donald Trump Merz auf, sich stattdessen auf die Beilegung des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine zu konzentrieren.

Der Truppenabzug wird die US-Militärpräsenz in Deutschland um etwa 13 Prozent reduzieren. Deutsche Beamte prüfen nun, wie sich diese Veränderung auf die regionale Sicherheit auswirken wird. Gleichzeitig laufen die Diskussionen über die Aufstockung der Bundeswehr im Rahmen der weiteren Verteidigungsstrategie Deutschlands weiter.

Quelle